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Programmieren lernen: 6 Tipps für Anfänger

Fachredakteur
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Grundlegende Programmierkenntnisse werden immer wichtiger, und Softwareentwickler stehen anhaltend hoch im Kurs. Doch wie schwer ist es eigentlich, programmieren zu lernen? Wo fängst du an, was brauchst du dafür? Wir zeigen dir 6 Tipps für einen leichteren Einstieg.

Das Themenfeld des Programmierens ist sehr groß, vielseitig und für manch einen erdrückend. Immerhin: Jeder kann programmieren lernen. Egal in welcher Phase deines Lebens du dich befindest, ob Schüler, Student oder bereits im Beruf.

Voraussetzungen zum Programmieren

Überlege dir zunächst, mit welcher Programmiersprache du beginnen möchtest. Nicht jede Programmiersprache ist für jeden Anwendungszweck geeignet. Mit HTML und CSS werden zum Beispiel Websites gebaut, Java ist prädestiniert für Anwendungen, Apps und Software.

Basiswerkzeuge für den Anfang: Apps und Co.

Basiswerkzeuge fürs Programmieren

Je nach Programmiersprache brauchst du verschiedene Tools. Wenn du erst einmal nur den grundlegenden Umgang mit HTML lernen willst, benötigst du nichts außer einem Texteditor, der Textdateien mit einer ".html"-Endung abspeichern kann. Bei jedem PC ist bereits ein Texteditor installiert. Natürlich kannst du dir auch einen anderen Texteditor installieren.

Für andere Programmiersprachen musst du möglicherweise zusätzliche Software installieren. Für das Programmieren mit Java brauchst du zum Beispiel die entsprechende Java-Software. Mit Java kannst du etwa Android-Apps entwickeln; Apps für iOS hingegen werden in Objective-C programmiert.

Außerdem solltest du in der Lage sein, deinen Code zu testen. Für HTML brauchst du dafür nichts anderes als einen Internetbrowser, der ebenfalls vorinstalliert ist. Bei anderen Programmiersprachen wird der Code in der entsprechendem Software getestet.

Viele Apps und Online-Tools kannst du auch kostenlos nutzen. Allerdings bieten kostenpflichtige Angebote häufig ein größeren Umfang an Lernmaterial.

Grundkenntnisse in Englisch

Programmiert wird üblicherweise komplett in Englisch. Englische Grundkenntnisse helfen dir beim Verständnis einzelner Befehle. Wenn du dir zum Beispiel den Seitenquelltext einer Website anguckst, werden dir viele einzelne englische Wörter auffallen wie „keyword“, „content“,„style“ oder „property“.

Ein Verständnis für die englische Sprache hilft dir also beim Programmieren lernen. Außerdem: Wenn du auf Englisch im Internet nach einer Lösung zu einem Problem beim Programmieren suchst, findest du aufgrund des viel größeren Sprachraums eher eine Lösung als bei einer deutschsprachigen Suchanfrage.

Die richtige Einstellung

Die richtige Einstellung beim Programmieren lernen

Programmieren lernen ist keine einfache Aufgabe. Es ist ein breites Feld mit vielen Spezifikationen. Konzentriere dich auf deinen Fortschritt. Niemand wird mit Programmierkenntnissen geboren, du musst sie dir von Grund auf aneignen.

Du wirst vor Herausforderungen gestellt und wahrscheinlich Momente erleben, in denen du nicht weiterweißt. Es ist wichtig, stetig am Thema dran zu bleiben. Sei zufrieden mit kleinen Fortschritten. Setze dir nicht zu große Ziele und denke daran, dass du etwas komplett Neues lernst.

Tipps zum Programmieren lernen

Wenn du dich vorbereitest fühlst, sollte dir nichts mehr im Wege stehen. Denk dran: eins nach dem anderen. Du betrittst sozusagen einen dunklen Raum, ohne zu wissen, wo sich der Lichtschalter befindet. Taste dich langsam heran und du wirst erfolgreich sein.

Schaffe eine Lerngrundlage

Schaffe eine Lerngrundlage

Du solltest nicht versuchen, einfach Code-Schnipsel zusammenzuwerfen. Eine Lerngrundlage verschafft dir einen roten Faden, an dem du dich beim Lernen orientieren kannst.

Es heißt nicht umsonst „Programmiersprache“ – fange klein an und baue darauf auf. Informatiker vergleichen das Programmieren gerne mit dem Bau eines Hauses: Bevor Wände gebaut werden und Leitungen verlegt werden können, muss erst einmal das Fundament errichtet werden.

Dafür solltest du dir eine Lerngrundlage beschaffen. Sei es das Fach in der Schule oder Uni, die Teilnahme an einem Online-Kurs oder die Nutzung eines Lernbuches: Der rote Faden muss da sein.

Der Vorteil an so einer Lerngrundlage ist, dass dir Schritt für Schritt das Programmieren erklärt wird und du deine Ergebnisse überprüfen kannst. Wenn du zum Beispiel mit einem Lernbuch arbeitest, wird dir das Programmieren üblicherweise anhand detaillierter Aufgaben beigebracht.

Am Beispiel des Programmierens mit HTML heißt das, du entwirfst eine Website und beschäftigst dich mit jedem Kapitel mit Ausbau und Verfeinerung. So lernst du, die Sachverhalte in der Praxis anzuwenden und hast gleichzeitig deinen Fortschritt im Blick.

Nutze vorhandene Informationen

Nutze vorhandene Informationen

Wenn du dich vor einem Problem befindest und nicht weiterweißt, weil du einen Sachverhalt nicht verstehst oder du mit deinem Code-Schnipsel nicht klar kommst, stehen die Chancen gut, dass du bei einer Internetsuche die Lösung findest. Es gibt unzählige Foren, Ratgeber-Portale und Online-Wikis, die sich auf das Programmieren spezialisiert haben.

Konsultiere Online-Foren für zusätzliche Hilfe

Wenn du selbst nicht mehr weiterweißt, sind Internetforen ein guter Anhaltspunkt, um Lösungsansätze zu finden. In Foren kannst du eigene Beiträge erstellen und deine Probleme schildern. Andere Forenmitglieder können dir dann bei deinem Problem helfen.

Dazu kommt, dass es vielleicht schon mal jemandem mit einem ähnlichen Problem gab und du durch den entsprechenden Beitrag zur Lösung gelangst. Foren können außerdem ein guter Ort sein, um deine eigenen Programmier-Skills zu testen. Vielleicht gibt es andere Anfänger, die vor Problemen stehen, bei denen du behilflich sein kannst.

Lockere den Lernprozess mit Videos auf

Wenn du nicht ständig mit Text arbeiten willst, kannst du dir auch Videos zu der Thematik anschauen. Auf gängigen Video-Portalen findest du viele Clips, die dir beim Programmieren helfen können.

Von professionellen Software-Entwicklern, die eine Schulung aufgenommen haben, bis zu Hobby-Programmierern gibt es viele Menschen, die dir den Programmier-Alltag erleichtern können.

Tipp: Es kann sehr hilfreich sein, anderen Leuten beim Programmieren zuzusehen. Daraus kannst du hilfreiche Lehren ziehen. Ganz grundsätzlich hilft es dir auch zu sehen, wie verschiedene Menschen an Probleme herangehen und Lösungsansätze finden.

Nutze Browser-Plugins & Co.

Nutze Browser-Plugins & Co.

Im Internet gibt es Anwendungen, die dir beim Programmieren helfen können. Befindest du dich zum Beispiel in einer Situation, in der dein Programm nicht funktioniert beziehungsweise die Website falsch angezeigt wird und du den Fehler nicht finden kannst, gibt es im Netz Anwendungen wie etwa Browser-Erweiterungen, die dir bei der Suche nach Fehlern helfen können.

Teste alles in der Praxis

Du beherrscht eine Sprache erst perfekt, wenn du sie flüssig sprechen und verstehen kannst. Das „Sprechen“ ist im Fall der Programmiersprache die Nutzung in der Praxis, die Anwendung der Befehle im Code. Es reicht nicht, die Programmiervokabeln nur auswendig zu lernen.

Du solltest auch wissen, was jeder einzelne Befehl in einem Programm macht und ihn austesten. Ein großer Teil des Programmieren Lernens besteht aus „Learning by Doing“.

Wenn wir eine Sprache lernen und anfangen, Sätze zu bilden, machen wir das in dem Wissen, was die einzelnen Wörter bedeuten und welchen Sinn sie zusammen ergeben. Beim Programmieren funktioniert das genauso.

Wie du Eselsbrücken baust, erklären wir hier.

Probiere die Dinge aus

Probiere die Dinge aus

Generell gilt, du lernst das Programmieren erst richtig, wenn du dir „die Hände schmutzig machst“ und die Dinge selbst ausprobierst. Versuche dich an eigenen Projekten, mit einem eigenen roten Faden, vom Fundament bis zum Dach.

Probiere die Befehle, die du gelernt hast, in einem anderen Kontext aus. Wiederhole eine gestellte Aufgabe mit einem abgeänderten Ziel oder mit einem anderen Lösungsansatz. Auch wenn es verlockend sein kann, den einfachsten Ausweg zu nehmen, kann es sich in der Zukunft bezahlt machen, den komplizierteren Weg zu bestreiten. So lernst du alle Seiten des Codes kennen und bist für mehr Situationen gewappnet.

Sei geduldig

Programmieren zu lernen ist eine aufwendige Herausforderung. Dafür benötigst du viel Zeit. Nicht nur, dass du die Programmiervokabeln kennen musst und wissen musst, wie du sie in der Praxis anwendest.

Du musst auch Geduld und Ausdauer bei der Suche nach Fehlern und Lösungen beweisen. Je größer und aufwendiger das Programm oder die Website, desto höher ist die Anfälligkeit für Fehler.

Arbeite immer auf ein Ziel hin

Programmieren lernen: Arbeite immer auf ein Ziel hin

Das Gute beim Lernen von Programmieren: Du lernst anhand der Praxis. Das heißt, dass du immer an einem Projekt arbeitest. Sei es die vom Lehrer gestellte Aufgabe, das Erstellen einer Website mit mehreren Unterseiten oder die Programmierung einer App für das Smartphone.

Du hast das Endergebnis immer auf dem Schirm, weil du auf etwas hinarbeitest. Du weißt, wie das Endergebnis funktionieren soll, weil du nach einer Vorstellung arbeitest. Wenn du Schritt für Schritt immer näher an dein Ziel kommst, steigt auch die Motivation.

Gönn dir eine Pause

Wenn du stundenlang an einem Problem festsitzt oder einen Sachverhalt nicht verstehst, nimm dir ein bisschen Zeit, um deine Gedanken zu ordnen und zur Entspannung. Es ist besser, zwischendurch eine Pause zu machen, als zu komplett zu verzweifeln.

Prozess beim Programmieren

Prozess beim Programmieren

Fehler beim Programmieren sind alltäglich. Selten funktioniert das Programm beim ersten Mal so, wie du es dir vorstellst. Beim Programmieren gibt es neben „Learning by Doing“ noch zwei weitere Grundlagen, über die du Bescheid wissen solltest.

"Trial and Error"

Versuch und Irrtum ist die übliche Herangehensweise beim Lernen von Programmieren. Die heuristische Methode zur Problemlösung bietet sich besonders an, weil du beim Programmieren deinen Code gut überprüfen kannst.

Wenn du deiner Website einen neuen Look verpassen willst, die Farbe aber nicht der Ausgewählten entspricht, hast du direkt einen Ansatz, wo du die Fehlersuche beginnen kannst.

"Divide and Conquer"

Wenn du beim „Error“ von „Trial and Error“ gelandet bist, gilt es, die Fehler zu finden und auszubügeln. Suche nicht direkt nach einer Gesamtlösung. Nimm dich der einzelnen Fehlerpunkte an und probiere, sie einzeln zu lösen.

„Divide“ steht für aufteilen und „Conquer“ für überwinden, bezwingen. Beim Programmieren können viele Arten von Fehlern entstehen, etwa das Vergessen eines Kommas oder die falsche Nutzung eines Befehls. Manchmal verteilen sich die Fehler über mehreren Zeilen und müssen einzeln beseitigt werden. Teile dir die Fehler ein und kümmere dich um einen nach dem anderen, bevor du weiter machst.

Hinweis: Diese Methode hilft dir auch, wenn du dich von der Aufgabe oder dem gestellten Ziel überwältigst fühlst. Teile dir das Projekt in einzelne Phasen ein und gehe eine nach der anderen an.

Probiere verschiedene Lösungswege

Probiere verschiedene Lösungswege

Sollte ein Teil des Codes nicht so umgesetzt werden, wie du es dir vorstellst und du mit deinem Rat am Ende bist, kannst du auch versuchen, das Problem anders zu überwinden, indem du es mit einem anderen Lösungsweg probierst.

Oft gibt es mehrere verschiedene Befehle, mit denen das gleiche Ziel erreicht werden kann, beziehungsweise es können verschiedene Befehle zusammen genutzt werden, um ein neues Ziel zu erreichen.

Programmieren von der Hand

Eine übliche Methode für das Auswendig lernen von Befehlen ist es, von der Hand zu coden. Das heißt, du schreibst den Programmcode nicht am PC, sondern zum Beispiel auf einem Notizblock. Das ist zwar zeitaufwendiger, bietet aber einige Vorteile:

  1. Du lernst die Befehle besser auswendig.
  2. Du weißt, was die Befehle machen sollen, ohne dass die Software es für dich testet.
  3. Es kann dein Verständnis für die Sachverhalte fördern, wenn du nicht jeden einzelnen Schritt, den du programmierst, testen kannst.
  4. Du lernst, besser verschachtelt zu denken, indem du von Hand Schritt für Schritt die Zeilen programmierst. Viele Befehle und Bedingungen beim Programmieren funktionieren verschachtelt, wie „if-else“-Bedingungen
  5. Durch das auswendig Lernen wirst du automatisch schneller beim Programmieren.
  6. Wenn du eine Prüfung oder eine Klausur zum Thema Programmieren schreibst, kann es gut sein, dass du einen Code von Hand schreiben musst. Wenn du bereits damit vertraut bist, hast du einen großen Vorteil.

Programmieren ist keine einfache Aufgabe, die du innerhalb von ein paar Wochen gemeistert hast. Es ist ein fortwährender Prozess, der einem mit der Zeit immer leichter fällt und irgendwann ins Blut übergeht.

Wenn du in einem Berufsfeld mit guten Chancen arbeiten willst oder einfach den Prozess hinter der Technik verstehen möchtest, die wir fast täglich benutzen, bist gut damit beraten, das Programmieren zu lernen.

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