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Selbstreflexion: 9 Tipps & 4 Übungen zur besseren Selbstwahrnehmung

Selbstreflexion ist eine echte Herausforderung. Zu schnell sind wir betriebsblind, überkritisch oder selbstverliebt. Dabei bringt dir eine gute Selbstwahrnehmung zahlreiche Vorteile. Wir verraten dir nützliche Tipps und Übungen, wie du deine Selbstbewertung verbesserst.


Selbstreflexion & Selbstbewusstsein verbessern im Online-Kurs

Top-Trainer Stephan Zeeh

Zur Verbesserung der eigenen Selbstreflexion und damit einhergehend des Selbstbewusstseinss ist es eine gute Idee, sich professionelle Hilfe dazuzuholen. Qualifizierte Coachings vor Ort sind allerdings sehr teuer und zeitintensiv. Zudem ist es schwierig, einen wirklich qualifizierten Coach zu finden, mit dem man auch auf einer Wellenlänge ist. Eine Alternative zur Verbesserung des Selbstwertgefühls sind Online-Kurse, die Lehrvideos und schriftliche Zusammenfassungen stimmig verbinden.

Unsere Empfehlung ist der Kurs Selbstbewusstsein Direkt. Der professionellen Trainer Stephan Zeeh gibt darin in drei beziehungsweise sieben Video-Lektionen eine leicht nochvollziehbare und gut strukturierte Anleitung zur Verbesserung des eigenen Selbstbewusstseins in den eigenen vier Wänden.

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Was Selbstreflexion ist

Definition: Was Selbstreflexion ist

Selbstreflexion könnte man auch Selbstwahrnehmung oder Selbstbeobachtung nennen. Gemeint ist damit die Fähigkeit, sich selbst zu hinterfragen und realistisch-kritisch zu betrachten. Im Ergebnis steht dann die Selbsterkenntnis, beziehungsweise die Selbstfindung. Bei der Selbstreflexion geht es zum Beispiel darum, herauszufinden, warum wir etwas tun und welche Emotionen oder Gründe uns immer wieder antreiben. Es sind aber auch andere Aspekte wichtig:

  • Was kann ich gut, was eher nicht?
  • Welchen Anteil hatte ich an den Fehlern, aber auch an den Erfolgen der Vergangenheit?
  • Was ist mir wirklich wichtig?
  • Was fehlt mir im Leben? Und warum sorge ich nicht dafür, dass ich es bekomme?

Selbstreflexion hat nach dieser Definition also einerseits eine spirituelle Komponente: Es geht um persönliches Wachstum. Andererseits hat die Selbstwahrnehmung aber ganz konkrete Vorteile für deinen Alltag: Sie kann die Basis für mehr Glück und Erfolg sein, sie ermöglicht es dir, aus deinen Fehlern zu lernen oder auf deine Ziele hinzuarbeiten. Und: Selbstreflexion macht dich authentisch und verhindert, dass du dich in den Zwängen der Außenwelt selbst verlierst.

Du wirst mit mehr Selbstreflexion besser in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen, die dir gut tun. Und du wirst besser mit Konflikten umgehen können, weil du weniger schnell auf „Autopilot“ schaltest, wenn du weißt, was dich antreibt oder triggert. Genügend Gründe, um an der Selbstwahrnehmung zu arbeiten.

9 Tipps für eine bessere Selbstwahrnehmung

Über andere äußern wir nur allzu gerne Kritik. Doch bei uns selbst sind wir oft zu sparsam damit (Strategien gegen die Selbstlüge). In manchen Fällen gehen wir aber auch zu hart mit uns selbst ins Gericht, was ebenfalls schlecht ist. Wir zeigen dir wie du ein gesundes Mittelmaß findest und zu einem realistischen Selbstbild von dir kommst.

Selbstreflexion braucht Ruhe

Selbstreflexion braucht Ruhe

Im Alltagsstress hast du kaum Möglichkeiten, dich mit dir selbst zu beschäftigen. Dafür ist unser Alltag mit all seinen Terminen, Verpflichtungen und Notwendigkeiten viel zu sehr vom Außen bestimmt. Um dich mit deinem Inneren beschäftigen zu können, brauchst du Ruhe und Entspannung. Nur so können wir über die Vergangenheit und die Zukunft nachdenken und somit Fehler analysieren und Verbesserungsvorschläge erstellen. Schaffe deshalb Zeitfenster, die deiner Entspannung dienen und nur dir gehören. Tipps gegen innere Unruhe findest du hier.

Lasse dir Zeit bei der Selbstreflexion

Wenn du dir vorstellst, mit ein paar Übungen in den nächsten drei Wochen sei alles getan, dann müssen wir dich leider enttäuschen. Du wirst etwas Geduld brauchen. Selbstreflexion ist ein langwieriger Prozess, der unter Umständen viele Jahre dauern kann und immer schrittweise vorwärts geht. Wenn du dich auf diesen Weg machst, musst du also eine gewisse Zeit einplanen, und zwar immer wieder (Tipps für ein gutes Zeitmanagement). Doch natürlich helfen dir auch schon die kleinen Schrittchen weiter, die du machst. Jede neue Erkenntnis bildet ein Puzzleteil, das dir hilft, dich selbst besser kennenzulernen.

Übe regelmäßig und schaffe Routinen

Wenn du über einen längeren Zeitraum am Thema Selbstreflexion dranbleiben möchtest (und das wird notwendig sein), brauchst du feste Gewohnheiten. Die meisten Forscher sagen, dass es mindestens 21 Tage braucht, bis eine Handlung zur Routine geworden ist. Bleib also vor allem am Anfang dran und übe täglich.

Reflektiere herausfordernde Situationen

Reflektiere herausfordernde Situationen

Neben den täglichen Fragen, die du dir stellen kannst (Genaueres erfährst du bei den Übungen), ist es auch wichtig, schon vergangene Situationen zu reflektieren. Nach jeder schwierigen Situation – egal, ob sie für dich gut oder schlecht ausgegangen ist – solltest du noch einmal genauer nachhaken, was eigentlich passiert ist. Warum hast du dich so verhalten, wie du es getan hast? Was hättest du anders machen können? Welche Schritte haben zum Erfolg oder Misserfolg geführt? Auf diese Weise kannst du Erfolge leichter wiederholen oder aus Fehlern lernen (Tipps zum Lernen lernen).

Nutze Selbstbewertung als Vorbereitung

Nutze Selbstbewertung als Vorbereitung im Beruf

Umgekehrt kannst du deine Reflexionsfähigkeit auch nutzen, um dich auf schwierige Situationen vorzubereiten. Bekannt ist das zum Beispiel vor einem Vorstellungsgespräch: Du wirst immer wieder den Ratschlag finden, dich vor dem Gespräch intensiv mit typischen Fragestellungen rund um dich und den neuen Job auseinanderzusetzen. Doch das geht natürlich auch bei sehr vielen anderen Gelegenheiten: einem Kundengespräch, einem Konfliktgespräch im Freundeskreis oder der Familie, einem großen Auftrag, den du an Land ziehen möchtest, einer Aufgabe, die dir Angst macht und so weiter. Nimm dir die Zeit, dir genauer anzuschauen, was dich wahrscheinlich erwarten wird und wie du sinnvoll darauf reagieren kannst.

Nimm dich selbst ernst

Bei der Selbstreflexion geht es in erster Linie um dich selbst. Und das bedeutet auch: Du kannst und solltest deine Wahrnehmungen und Empfindungen ernst nehmen. Selbst wenn sie dir vielleicht zunächst albern vorkommen sollten: Sie haben ihren Ursprung und ihre Berechtigung.

Selbstwahrnehmung: Sei ehrlich zu dir selbst

Manche Menschen sind wahre Meister im Selbstbetrug. Selbstreflexion ist das genaue Gegenteil davon. Es geht nicht darum, dich möglichst gut dastehen zu lassen, sondern darum, möglichst viel über dich herauszufinden. Auch wenn du dadurch vielleicht eine Enttäuschung durchleben musst. Erkenne deshalb auch an, dass du selbst Anteile an vergangenen Problemen hast.

Sei gnädig mit dir selbst

Umgekehrt solltest du aber auch nicht zu hart mit dir ins Gericht gehen. Bei der Selbstreflexion geht es nicht darum, dein Selbstwertgefühl runter zu ziehen. Mache dich selbst nicht schlecht, nicht einmal in Gedanken. Wenn du nur Negatives von dir selbst wahrnimmst, liegst du sicher nicht richtig. Du willst dich nicht mehr von negativen Gedanken beherrschen lassen? Hier geht es zu Tipps zum positiven Denken.

Gleiche Innen- und Außenwahrnehmung ab

Gleiche Innen- und Außenwahrnehmung ab

Es kann leicht vorkommen, dass unsere Wahrnehmung von uns selbst stark von der Außenwahrnehmung abweicht. Deshalb kann es hilfreich sein, auch mal die Meinung anderer einzuholen. Feedback ist wichtig. Allerdings brauchst du dafür Menschen, denen du vertraust, die dir wohlgesonnen sind und die auch bereit sind, dir die Wahrheit zu sagen. Hast du solche Menschen? Dann frage sie doch mal, wie sie dich einschätzen. Bedenke aber auch, dass jeder Mensch seinen eigenen Wahrnehmungsfilter hat. Darum ist es hilfreich, die Meinung mehrer Menschen mit deiner eigenen zu vergleichen.

4 Übungen für mehr Selbstreflexion

Nicht jeder ist von Natur aus gut darin, sich selbst einzuschätzen. Doch die gute Nachricht ist: Selbstreflexion kannst du lernen. Mit den folgenden Übungen arbeitest du Stück für Stück auf mehr Selbsterkenntnis in deinem Leben hin.

Mache Selbstreflexion zu einem Abendritual

Eine gute und sehr einfache Übung für mehr Selbstreflexion ist es, den Tag abends Revue passieren zu lassen. Mache es zu einem Teil deines Abendrituals, dir zum Beispiel zu überlegen, was heute gut gelaufen ist, was dein größter Erfolg war oder was du morgen verbessern willst. Achte allerdings darauf, dass du nicht grübelnd ins Bett gehst. Das kann sogar zu Schlafstörungen führen.

Tagebücher und Apps mit Reflexionsanregungen

Es gibt verschiedene Tagebücher oder Apps, die dich mit täglichen Fragen versorgen und zum Reflektieren anregen. Sie können gute Anregungen bieten, um dich immer wieder selbst zu hinterfragen. Der Vorteil von Apps: Sie können dich zu bestimmten Zeitpunkten am Tag daran erinnern, kurz inne zu halten und dich selbst zu beobachten. So sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass du die Selbstreflexion im stressigen Alltag vergisst.

Selbstreflexion mit Morgenseiten

Selbstreflexion mit Morgenseiten

Viele Menschen machen gute Erfahrungen mit den sogenannten Morgenseiten. So geht’s: Schreibe morgens Tagebuch, und zwar eine festgelegte Anzahl von Seiten. Gut geeignet sind zum Beispiel drei Din-A4-Seiten. Schreibe einfach alles auf, was dir einfällt, im Zweifelsfall ohne Punkt und Komma. Wenn du nicht mehr weißt, was du noch schreiben sollst, wiederholst du einfach das letzte Wort, bis es wieder weitergeht. Diese regelmäßige Tätigkeit erfordert zwar etwas Selbstdisziplin. Wenn du diese Morgenseiten regelmäßig schreibst, kommst du sicher zu vielen interessanten Erkenntnissen.

Selbstbeobachtung mit Meditieren

Meditieren bringt einerseits die ausreichende Ruhe und Entspannung, um Erkenntnisse über dich selbst zu gewinnen. Andererseits kannst du Meditationstechniken aber auch direkt zur Selbstreflexion einsetzen. Wenn du schon ein wenig Übung mit dem Meditieren hast, dann nimm dir beim nächsten Mal doch eine Frage oder ein Thema mit in die Meditation. Die besondere Atmosphäre, die beim Meditieren entsteht, regt zu Achtsamkeit an und bringt dir noch einmal ganz andere Erkenntnisse als das bloße Nachdenken.

Selbstreflexion: Beispiele für Fragen an dich selbst

Selbstreflexion: Beispiele für Fragen an dich selbst

Im Zuge der Selbstreflexion solltest du dir reichlich Fragen stellen. Ohne eine gute Fragestellung, wirst du auch keine sinnvollen Ergebnisse über dich selbst feststellen können. Deshalb zeigen wir dir zum Abschluss ein paar Fragen, die dich zum Nachdenken über dich selbst anregen können.

  • Wofür bin ich dankbar?
  • Bin ich unzufrieden? Wenn ja warum?
  • Was kann ich morgen besser machen?
  • Was kann ich gut?
  • Welche Ziele sind mir wichtig?
  • Was sind meine Schwächen?
  • Was könnte das Leben noch von mir verlangen?
  • Wo und wie bereichere ich das Leben von anderen?
  • Worauf könnte ich verzichten, tue es aber nicht?
  • Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, was würde ich anders machen?
  • Gibt es Dinge, die mich am Erfolg hindern?
  • In welchen Situationen stehe ich mir selbst im Weg?
  • Worin will ich mich noch verbessern?
  • Welchen Einfluss haben andere Menschen in meinem Leben auf mich?
  • Wie glücklich wäre ich in fünf Jahren, wenn ich genauso weiter mache?
  • Welchen Wert gebe ich mir selbst? Könnte ich mich selbst mehr schätzen?
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