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Selbstfindung: 10 Tipps & 5 Übungen für das wahre Selbst

Fachredakteurin
Aktualisiert:

Hinter dem Begriff Selbstfindung stecken existenzielle Fragen, die sich die meisten Menschen irgendwann stellen: Was will ich eigentlich? Wer bin ich? Was sind meine Ziele? Wie will ich sein? Sich mit solchen Fragen zu beschäftigen ist nicht einfach. Wir geben dir Tipps und Übungen, mit denen du sie dir trotzdem beantworten kannst.

Bei der Selbstfindung geht es nicht nur um dich alleine, sondern auch um deine Umwelt. Es geht um eine Gratwanderung: Wie sehr kann ich mich individuell entwickeln, ohne mich aus der Gesellschaft auszugrenzen? Wie kann ich mich selbst finden, wenn ich gleichzeitig den Anforderungen von außen gerecht werden soll?

Selbstfindung ist ein fordernder und andauernder Prozess, der aber jede Menge Zufriedenheit, Glück und Selbstbewusstsein mitbringt.

Warum Selbstfindung wichtig ist

Darum ist Selbstfindung wichtig

Sich selbst zu kennen ist wichtig für das Lebensglück, aber auch für Erfolg und Beziehungen.

  • Du kennst deine eigenen Stärken und kannst sie gezielt einbringen und fördern.
  • Du bist dir deiner besonderen Talente und Möglichkeiten bewusst und trittst dadurch selbstbewusster auf.
  • Du kennst deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse und kannst dich dadurch besser schützen.
  • Du kannst klare Position beziehen, deine Individualität fördern und zeigen, statt in der Masse unterzugehen.
  • Du weißt, was dich glücklich macht, und kannst die Basis dafür schaffen.
  • Du weißt, was du erreichen willst, und kannst dich der Erfüllung deiner Träume und Ziele widmen.

10 Tipps für deine Selbstfindung

Wir haben zehn Tipps für dich zusammengestellt, die dir auf dem Weg zur Selbstfindung helfen werden.

Sich selbst finden mit  diesen 10 Tipps 

Mit Selbstfindung bist du nie „fertig“

Verabschiede dich von der Vorstellung, irgendwann hättest du dich selbst gefunden und seist dann endlich irgendwo angekommen. Das wird nicht passieren.

Deine Persönlichkeit ist ein kompliziertes System mit vielen Facetten, die sich auch noch ständig ändern. Selbstfindung ist also ein andauernder Prozess. Aber schon die einzelnen Schritte auf dem Weg bringen dich deutlich vorwärts und machen glücklich. 

Sich selbst zu finden ist also eine Lebensaufgabe – die du ständig verändern und anpassen kannst. Denn so wie dein Umfeld, werden sich früher oder später auch deine Werte und Lebenseinstellungen ändern.

Hier geht es nur um dich

Wenn du dich mit dir selbst beschäftigst, solltest du zunächst die Maßstände von außen möglichst weit ausblenden. Schließlich geht es ja darum, was DU willst und fühlst, nicht deine Eltern, Freunde oder der Partner. Achte darauf, möglichst wenig zu werten. Es ist in Ordnung, wie du fühlst und was dir wichtig ist.

Verlasse deine Komfortzone

In deiner Komfortzone befinden sich die Bereiche des Alltags, in denen du dich sicher fühlst und weißt, wie du dich verhalten musst. Das ist wichtig und angenehm, birgt aber auch ein Problem: Innerhalb der Komfortzone kannst du kaum etwas lernen.

Um deine Grenzen und Möglichkeiten auszuloten, musst du immer wieder Neues ausprobieren und die Komfortzone vorübergehend verlassen. Keine Sorge: Du kehrst immer wieder in deinen sicheren Hafen zurück.

Und: Mit ein wenig Übung weitest du deine Komfortzone immer mehr aus, sodass dir auch Dinge leicht fallen, die du heute schwierig findest.

Verbringe Zeit mit dir selbst

Verbringe Zeit mit dir selbst

Wenn du immer mit anderen zusammen bist, kannst du nur schwer etwas über dich herausfinden. Nimm dir deshalb regelmäßig Zeit, die du in bester Gesellschaft verbringst: deiner eigenen.

Lerne meditieren oder mache Achtsamkeitsübungen

Voraussetzung für deinen Selbstfindungsprozess ist die Fähigkeit, den Geist zur Ruhe zu bringen und Dinge einfach nur wahrzunehmen. Meditation und Achtsamkeitsübungen können dich genau das lehren.

Achtsamkeitsübungen für dich

Diese Übungen könnten dir weiterhelfen: 

Stelle dich deinen Ängsten

Viele Menschen machen lieber die Augen zu, als genauer hinzuschauen, was sie bewegt. Der Grund sind ihre Ängste. „Vielleicht mag ich mich gar nicht mehr, wenn ich mich besser kenne? Vielleicht mögen mich dann die anderen nicht mehr? Was muss ich alles ändern, wenn ich mich selbst finden will?“

Diese und ähnliche Ängste halten dich von Erkenntnissen ab. Um weiterzukommen musst du dich ihnen stellen. Du wirst sehen: Die meisten werden sich als unbegründet erweisen.

Sei offen für andere Sichtweisen

Sei offen für andere Sichtweisen

Andere Sichtweisen sind wichtig, um die eigene Gedankenwelt erweitern zu können. Das hilft dir auch bei der Selbstfindung. Lies deshalb Bücher mit neuen Themenbereichen. Interessiere dich für die Biografie anderer Menschen. Sprich mit Personen aus unterschiedlichen Hintergründen. Sei neugierig!

Suche dir einen Coach

Wenn du über längere Zeit das Gefühl hast, auf der Stelle zu treten, kann ein Coach oder ein Psychologe sehr hilfreich sein. Manchmal braucht es die Sichtweise von außen, um wieder klarer den Weg zu erkennen. Wenige Stunden reichen dafür meist aus.

Selbstfindung heißt nicht Selbstoptimierung

Unzählige Homepages, Bücher und Zeitschriften beschäftigen sich damit, wie du dich „verbessern“ kannst. Und das heißt in den meisten Fällen: schlanker, durchtrainierter, reicher, beliebter und erfolgreicher werden.

In Selbstoptimierung sind wir ganz groß, aber das hat nichts mit Selbstfindung zu tun. Bei der Selbstfindung fragst du dich zunächst einmal: Will ich selbst wirklich reicher oder schlanker sein? Und wenn ja, warum? Nur wenn das auch deine eigenen Ziele sind und nicht die Ansprüche der Gesellschaft, dann lohnt es sich, weiter in diese Richtung zu schauen.

Liebe dich selbst

Liebe dich selbst

Bei der Selbstfindung geht es auch darum, dich gut zu behandeln, nachsichtig mit dir zu sein und dir selbst Raum zum Wachsen zu geben. Selbstliebe ist dabei ein wichtiger Faktor. Behandle dich gut und sei geduldig mit dir.

Achte darauf, dich auch in Gedanken nicht selbst abzuwerten. Denke über dich selbst nicht schlechter, als du es zum Beispiel über einen guten Freund tun würdest. Lächle dich im Spiegel an und sage dir ruhig regelmäßig, wie toll du bist. Nur wer geliebt und geschätzt wird, kann auch wachsen. Das gilt für Kinder ebenso wie für deinen Selbstfindungsprozess.

5 Übungen für deine Selbstfindung

Die folgenden Übungen haben wir für dich zusammengestellt, um deine Selbstfindung zu erleichtern. Denk dran: Jeder noch so kleine Schritt ist ein Erfolg.

5 Übungen für deine Selbstfindung

Nutze Ausfüllbücher

Es gibt eine Vielzahl von Ausfühllbüchern zu kaufen, die dich regelmäßig mit Fragen konfrontieren. Auf kreative Art beschäftigst du dich beim Beantworten mit Themen, auf die du vielleicht selbst nie gekommen wärst.

Dabei erfährst du eine Menge Interessantes über dich. Nimm dir regelmäßig Zeit für die Beschäftigung mit deinem Buch.

Schreibe Morgenseiten

Bei dieser Übung geht es um tägliches, intuitives Schreiben. Jeden Morgen setzt du dich möglichst früh nach dem Aufstehen hin und schreibst von Hand drei Din-A4-Seiten voll, mit allem, was dir so einfällt.

Schreibe einfach weiter, im Notfall immer wieder das gleiche Wort, bis dir etwas Neues einfällt. Wenn du diese Übung regelmäßig machst, kannst du direkt beobachten, welche Themen dich beschäftigen und wie sich im Lauf der Zeit deine Sichtweise ändert.

Mache eine Selbstfindungs-Wanderung

Diese Übung ist nicht für zwischendurch gedacht, kann aber hin und wieder wahre Erkenntnisschübe bringen. Suche dir in aller Ruhe eine oder zwei Fragen aus, mit denen du dich beschäftigen möchtest.

Wähle dann einen Tag, an dem du keine anderen Verpflichtungen hast. Packe morgens Wasser und ein bisschen Proviant in deinen Rucksack und dann mach dich auf den Weg.

Wandere einfach drauf los, von deiner Haustür aus, und denke unterwegs über deine Fragen nach. Gib nicht zu früh auf: Bleibe ruhig viele Stunden in Bewegung und finde immer neue Facetten und Details zu deinen Selbstfindungs-Fragen.

Was wollten die anderen?

Was wollen die anderen?

Bei dieser Übung geht es um die Einflüsse von außen, die wir oft gar nicht so deutlich wahrnehmen. Nimm dir eine Stunde Zeit und mache es dir mit Schreibzeug gemütlich. Dann fragst du dich zunächst, was deine Eltern früher von dir erwartet haben.

Solltest du dich anpassen und „brav sein“? Einen bestimmten Beruf übernehmen? Ein „echtes Mädchen“ respektive ein „echter Junge“ sein? Heiraten und Kinder bekommen? Welche Werte wurden dir mitgegeben? Wenn du (fürs Erste) damit fertig bist, gehst du die anderen Menschen durch, die dich im Leben beeinflusst haben. Was wollten deine Schulfreunde? Deine Lehrer? Deine Großeltern? Deine erste Liebe?

Denn: Wir alle sind mit unzähligen Anforderungen konfrontiert, von denen wir (vor allem in der Kindheit und Jugend) viele unreflektiert übernehmen. Gut zu wissen, woher sie stammen und ob sie für dich noch Gültigkeit haben sollen.

"Auf gar keinen Fall"

Manchmal kommt man der eigentlichen Frage näher, wenn man sich zunächst das Gegenteil anschaut. Du weißt einfach nicht, was du willst? Dann probiere diese Übung aus: Nimm dir Zeit und schreibe eine lange Liste mit Dingen, die du auf keinen Fall willst.

Was reizt dich überhaupt nicht? Werde dabei ruhig kreativ: Wärst du gerne Zirkusartist? Tangolehrer? Meeresbiologe? Nachrichtensprecher? Aber auch alltäglichere Dinge dürfen eine Rolle spielen: Du möchtest auf keinen Fall Schicht arbeiten? Ein Großraumbüro kommt für dich nicht in Frage? Oder du möchtest nicht bei Wind und Wetter draußen sein?

Mit dem Ausschlussverfahren kommst du deinen wirklichen Zielen und Träumen näher.

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