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Loyalität: 12 Tipps für mehr Treue in privaten und beruflichen Beziehungen

Loyalität bedeutet Verlässlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und Treue. Und das ist sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld wichtig. Wir erklären dir, wie du zu mehr Loyalität im Leben findest.

Was ist Loyalität?

Loyalität bedeutet, zu einer anderen Person, einer Gruppe oder einem Unternehmen zu stehen, auch wenn man im Einzelnen nicht einer Meinung ist. Außerdem gehört vertrauenswürdiges Verhalten dazu. Bei Loyalität geht es um gemeinsame Werte und Ziele, um ein größeres Ganzes, das man selbst mitträgt. Dieses Verhalten spielt in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen eine Rolle:

  • Loyalität unter Freunden bedeutet zum Beispiel, für den anderen einzustehen, ihn/sie zu unterstützen und Geheimnisse zu bewahren. Sie ist die Voraussetzung für echte Freundschaften.
  • Loyalität in der Partnerschaft beinhaltet außerdem meist die körperliche Treue. Außerdem geht es hier natürlich ganz besonders darum, an gemeinsamen Werten und Zielen mitzuarbeiten.
  • Gegenseitiges Vertrauen in die Loyalität des anderen ist die Basis für eine gute Beziehung.
  • Loyalität gegenüber dem Staat bedeutet, sich an Gesetze und Regeln zu halten.
  • Loyalität einer Firma gegenüber heißt, sie zu unterstützen und ihre Werte mitzutragen, auch über das geforderte Minimum hinaus.

Loyalität ist der Grundbaustein für funktionierende soziale Beziehungen und nebenbei gut für die Karriere. Loyale Mitarbeiter werden häufiger befördert als illoyale. Außerdem macht Loyalität glücklich: Wenn du dich mit dem, was du tust, identifizieren kannst, macht dich das zufriedener und erfolgreicher. Doch wie geht das denn nun mit der Loyalität? Wir geben dir 12 wichtige Tipps dafür.

12 Tipps für mehr Loyalität

Achte darauf, was du sagst

Loyalität: Ehrlichkeit und Klarheit sind essentiell

Wie du über andere (oder deine Firma) redest, ist ein entscheidender Faktor beim Thema Loyalität: Sprich nicht schlecht hinter dem Rücken deiner Freunde, deines Partners oder deines Unternehmens über sie. Wenn du nichts Gutes sagen kannst oder willst, dann halte dich lieber mit Äußerungen ganz zurück. Das bedeutet nicht, dass du Kritikpunkte nicht ansprechen darfst (zu diesem Thema kommen wir später noch). Aber bei Dritten herumzumeckern, hat mit Loyalität nichts zu tun.

Halte dich zumindest an die Fakten, wenn du negative Dinge aussprechen möchtest. Und: Bewahre die Geheimnisse, die dir anvertraut werden. Das betrifft persönliche Details aus dem Leben deiner Freunde genauso wie die Firmen-Interna, mit denen du bei der Arbeit zu tun hast. Solche Informationen sind nicht für andere bestimmt.

Innere Kündigung oder Trennung stört die Loyalität

Wenn du dich ständig nach einem anderen Partner/einer anderen Partnerin umsiehst oder deine Stelle lieber heute als morgen wechseln würdest, läuft etwas schief. Loyalität ist unter diesen Bedingungen kaum möglich. Entscheide dich: Bist du mit der aktuellen Situation zufrieden? Dann verhalte dich auch loyal und wende dich deinem Gegenüber ernsthaft zu. Wenn nicht, dann schau, was du ändern kannst.

Loyalität gilt auch dann, wenn es unangenehm wird

Sich loyal zu verhalten, wird dann schwierig, wenn es um unterschiedliche Meinungen geht: Wenn du zum Beispiel ein Projekt in der Firma mittragen sollst, das du für keine gute Idee hältst. Oder wenn du einen Freund verteidigen musst, der sich gerade wirklich daneben benommen hat. Gerade in solchen Situationen ist Loyalität aber wichtig. Stehe zu deinen Freunden, deinem Partner/deiner Partnerin und deinem Unternehmen auch dann, wenn sich ihre Ziele und Meinungen gerade nicht mit deinen decken. In schwierigen Situationen zeigt sich, auf wen man sich wirklich verlassen kann.

Das Minimum ist nicht genug

Immer mit so wenig Aufwand wie möglich durchkommen, das hat mit Loyalität nichts zu tun. Loyal zu sein, bedeutet auch, etwas mehr zu leisten, als unbedingt nötig ist. Bringe dich aktiv in der Firma ein, unterstütze Freunde tatkräftig und biete deine Hilfe an, wo es nötig ist. Ja, das kostet mehr Zeit und Energie. Aber es zahlt sich am Ende aus.

Sprich Dinge an, die dich stören

Das Gefühl von Loyalität kann durch Konflikte nachhaltig gestört werden. Das gilt für Freundschaften genauso wie für Partnerschaften oder ein Angestelltenverhältnis. Deshalb gehört es auch dazu, dich frühzeitig mit Konflikten auseinanderzusetzen. Sage deutlich, was dich stört, damit der/die andere die Möglichkeit hat, sich zu erklären oder das eigene Verhalten zu ändern.

Nutze Vertrauen nicht aus

Manchmal wäre es so einfach, sich ein paar kleine Vorteile auf Kosten anderer zu verschaffen … Widerstehe diesen Versuchungen! Mache deine Spesenabrechnung korrekt, nutze den Firmenkopierer nicht privat und trage dir nicht mehr Stunden ein, als du wirklich gearbeitet hast. Im privaten Umfeld bedeutet dieser Punkt zum Beispiel, dass du nicht in den persönlichen Dingen von Freunden oder Partner/in stöberst, ihre Post nicht öffnest und ihre Geheimnisse nicht ausplauderst. Schließlich möchtest du dich umgekehrt ja auch darauf verlassen können.

Löse Loyalitätskonflikte

Loyalität geht häufig mit Konflikten einher. Zum Beispiel dann, wenn du einen Freund damit verletzen würdest, dass du einem anderen gegenüber loyal bist. Solche Konflikte sind unangenehm und nicht immer einfach zu lösen. Häufig verbessern offene Worte die Situation: Erkläre anderen, warum du dich aus ihrem Blickwinkel illoyal verhältst, und bitte um Verständnis. Wäge zwischen den beiden Seiten ab und lasse am Ende dein Gewissen entscheiden. Für wen ist deine Unterstützung in diesem Moment wichtiger? Manchmal gibt es allerdings keine befriedigende Lösung aus einem Loyalitätskonflikt heraus. Dann musst du damit leben, dass man es eben nicht allen recht machen kann. Loyalität ist nicht immer einfach.

Auch Zivilcourage ist Loyalität

Auch Zivilcourage ist Loyalität

Sich anderen gegenüber loyal zu verhalten, das ist nicht nur auf Menschen beschränkt, die du kennst. Auch Zivilcourage ist eine Form der Loyalität. Das bedeutet zum Beispiel:

  • Informiere die Polizei, wenn du ein Verbrechen beobachtest.
  • Ergreife Partei für jemanden, der angegriffen, beleidigt oder ungerecht behandelt wird.
  • Bringe verlorene Gegenstände zum Fundbüro oder zu ihren Eigentümern zurück.
  • Halte die Augen dafür offen, ob andere Leute Hilfe brauchen: Hilf der Mutter im Bahnhof, ihren Kinderwagen die Treppe nach oben zu tragen. Halte dem Mann mit den Krücken die Tür auf. Und lass den Vater mit den beiden Kleinkindern in der Supermarktschlange vor.

Gespielte Loyalität schadet dir

Loyalität hat viel mit Ehrlichkeit zu tun. Das bedeutet umgekehrt: Gespielte oder vorgetäuschte Loyalität ist eine doppelte Lüge. Entscheide dich für den ehrlichen Weg: Zeige dich loyal, wenn du das auch wirklich vertreten kannst. Wenn du aber nicht loyal sein willst oder kannst, dann tue auch nicht so, als wäre es anders.

Loyalität kannst du nicht fordern, nur gewinnen

Viele Firmen, aber auch Freunde und Partner, machen einen entscheidenden Fehler beim Thema Loyalität: Sie versuchen, diese einzufordern oder zu erzwingen. Das ist nicht möglich. Loyalität ist immer eine freiwillige Sache und hat mit Zwang und Druck nicht das Geringste zu tun. Achte darauf, selbst nicht in diese Falle zu tappen: Fordere keine Loyalität, sondern schaffe die Grundlage dafür, dass andere sich dir gegenüber von selbst loyal verhalten wollen. Eine Grundlage dafür ist deine eigene Loyalität ihnen gegenüber.

Loyalität sollte beidseitig sein

Nicht nur der Mitarbeiter sollte sich seiner Firma gegenüber loyal verhalten, sondern auch umgekehrt. Gleiches gilt natürlich auch in der Partnerschaft oder in einer Freundschaft. Wenn du feststellst, dass dieses Gleichgewicht nicht stimmt, solltest du das zur Sprache bringen und im Zweifelsfall deine Konsequenzen daraus ziehen.

Loyalität hat Grenzen!

Die Grenzen der Loyalität sind überall dort erreicht, wo sie gegen dein Gewissen gehen. Du musst zum Beispiel keinen Betrug deines Chefs decken, keine Lügen für einen untreuen Freund erfinden und kein Fehlverhalten in deiner Familie vertuschen. Wenn du merkst, dass du bestimmte Entscheidungen nicht mittragen kannst, dann entscheide dich für dein Gewissen und gegen die Loyalität. Fair ist es aber, dies rechtzeitig anzusprechen, statt jemanden „in die Pfanne zu hauen“.

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