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Dankbarkeit: 6 Tipps, wie das Gefühl deine Lebensqualität verbessert

Dankbarkeit führt zu einer besseren Lebensqualität – und Dankbarkeit kann man lernen. Im Folgenden erfährst du, wie du durch Dankbarkeit zu mehr Selbstzufriedenheit gelangst und wie du damit auch anderen Menschen eine Freude machst.

Dankbarkeit: Ein „verborgenes“ Gefühl

Dankbarkeit: Ein „verborgenes“ Gefühl

Dankbarkeit ist ein positives Gefühl. Anders als bei einer negativen Lebenseinstellung, in der die Welt meist grau und trist wirkt, führt eine dankbare Grundeinstellung zu einem positiven Lebensgefühl und steigert damit auch die Lebensqualität.

Im Gegensatz zu anderen Gefühlsregungen wie Wut, Zorn oder Euphorie ist Dankbarkeit eher ein verborgenes Gefühl. In seltenen Fällen führt Dankbarkeit zu extremen Gefühlsausbrüchen. Auf lange Zeit gesehen ist Dankbarkeit ein enorm wichtiger Wesenszug, da er uns langfristig glücklich und ausgeglichen macht. Es gibt viele verschiedene Formen der Dankbarkeit. Im Folgenden sind einige Beispiele:

Spirituelle Gründe

Dankbarkeit gehört zu den Grundhaltungen vieler Religionen. Hierzu gehört die Dankbarkeit für eine göttliche Existenz und spirituell gesehen für den Glauben. Das Gefühl der Dankbarkeit gegenüber Gott ist für religiöse Menschen etwas Erfüllendes und Ergreifendes. Aber auch wenn du nicht religiös bist, kannst du für dein Leben und deine Existenz dankbar sein.

Familie

Familie ist für die meisten Menschen das höchste Gut. Daraus resultiert die tiefe Dankbarkeit, die viele für ihre Familie empfinden. Du bist beispielsweise deinen Eltern dafür dankbar, dass sie dich zu dem Menschen gemacht haben, der du heute bist und für die Hilfe und emotionale Unterstützung in Notlagen.

Freunde

Auch die Freunde stellen in unserem Leben einen sehr wichtigen Lebensmittelpunkt dar. Du kannst dankbar für einen großartigen Freundeskreis sein und dafür, dass Freunde dein Leben erfüllen, dir helfen, wenn es darauf ankommt und dir immer die ehrliche Meinung sagen.

Gesundheit

In nahezu jeder Umfrage belegt die Gesundheit neben der Familie einen der ersten Plätze, wenn es darum geht, was einem das Wichtigste im Leben ist. Wir sind dankbar dafür, gesund zu sein und ein Leben ohne Einschränkungen genießen zu können. Auch für die Gesundheit und Unversehrtheit unserer Familie und Freunde empfinden wir Dankbarkeit

Frieden

Du kannst dankbar dafür sein, in einer Demokratie zu leben, in der es keine Kriege und bittere Armut gibt. Gleiche Bildungschancen und demokratische Grundwerte sind nicht selbstverständlich. Dafür sollten wir durchaus dankbar sein.

Sichere Existenz

Man kann dankbar sein, dass man einen Beruf gefunden hat, in dem man aufgeht und dafür, dass man sich seiner Familie eine sichere Existenz aufgebaut hat. Man kann dankbar dafür sein, keine existenziellen Ängste zu haben und dass die eigenen Grundbedürfnisse erfüllt werden.

Materielles

Es klingt banal, aber für das, was wir besitzen, können wir dankbar sein. Und auch dafür, dass wir uns etwas im Leben leisten zu können, sei es ein neues Küchengerät, das Traum-Auto oder ein erholsamer Urlaub.

Die Beispiele zeigen, dass du sowohl für materielle als auch immaterielle Dinge Dankbarkeit empfinden kannst. Oft entstehen auch neue Formen der Dankbarkeit im Leben, wenn Krisen und Schicksalsschläge überwunden werden. Dankbarkeit und Wertschätzung sind eng miteinander verbunden. In der Dankbarkeit äußert sich die Wertschätzung sich selbst und anderen gegenüber.

6 Tipps, wie Dankbarkeit deine Lebensqualität verbessert

Damit du zu einer besseren Lebensqualität gelangst und selbstzufriedener durchs Leben gehst, haben wir dir 6 Tipps zusammengestellt. Sie zeigen dir, wie du Dankbarkeit zu deiner neuen positiven Lebenseinstellung machst und wie du sie ausdrücken kannst.

Mach Dankbarkeit zu deiner positiven Grundeinstellung

Mach Dankbarkeit zu deiner positiven Grundeinstellung

Dankbarkeit ist kein Muss. Du solltest dich nicht zu mehr Dank verpflichtet fühlen. Sieh in dem Gefühl der Dankbarkeit eher die Chance und die Möglichkeit, eine positive Grundeinstellung zur Welt zu entwickeln. Im Alltag halten wir so viele Dinge für selbstverständlich und streben nach immer mehr Dingen. Dabei sollten wir uns auf das besinnen, was wir haben und dafür dankbar sein.

Wenn du oft von negativen Empfindungen geplagt wirst, wird es dich nicht weiterbringen, ab und zu daran zu denken, für etwas dankbar zu sein. Das wird deine Laune vielleicht für kurze Zeit heben, aber nicht zu einem langfristigen Wohlbefinden führen. Lerne, dich auf die schönen Dinge im Leben zu konzentrieren. Denn sie sind es, die das Leben so lebenswert machen.

Das bedeutet nicht, dass du alle anderen Empfindungen unterdrücken solltest. Auch wenn Dankbarkeit als Persönlichkeitszug zu einem positiveren Lebensgefühl führt, sind andere Emotionen wie Zorn und Wut nichts Verachtendes oder zu Vermeidendes. Sie gehören genauso zum Menschsein dazu wie Trauer und das Gefühl des Glücks. Dankbar zu sein bedeutet nicht, nie wieder zornig, entmutigt oder einsam zu sein. Es bedeutet allerdings, sich nicht auf Dauer von negativen Gefühlen einnehmen zu lassen. Setze den Fokus nicht auf das, was dich unglücklich macht, sondern auf das, was dich glücklich und zufrieden macht.

Mut zur Veränderung: Erkenne, was dich unglücklich macht und ändere es

Es gibt im Leben immer wieder Steine, die einem in den Weg gelegt werden und Ziele, die man nicht erreicht. Wenn du in solchen Momenten missmutig bist und sich in dir eine andauernde Unzufriedenheit ausbreitet, ist das der Augenblick, in dem du lernen musst, dich von einnehmenden negativen Gefühlen zu distanzieren. Lerne, dich selbst im Alltag zu beobachten und finde heraus, was die Gründe für deine Negativität sind.

Oft entsteht Unmut, wenn die eigene Frustrationsgrenze niedrig ist. Im Alltag wirst du immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen, denen du dich nicht gewachsen fühlst. Nicht alles, was du dir vornimmst, wird von Erfolg gekrönt sein. Das liegt aber nicht immer an dir, sondern in der Natur des Menschen. Wenn mal etwas nicht so läuft, wie du es dir vorgestellt hast, dann lass dich nicht entmutigen.

Es ist falsch das Leben, wie man sprichwörtlich immer sagt, nur schwarz zu sehen. Versuche die negativen Gefühle in ein positives Gefühl zu verwandeln und optimistisch und hoffnungsvoll zu sein. Sieh eher die Chance, aus deinen Fehlern zu lernen und an ihnen zu wachsen. Für die Persönlichkeitsentwicklung ist es erwiesenermaßen enorm wichtig, auch Rückschläge zu erleiden. Denn meisterst du eine Krise erfolgreich, gehst du nicht nur gestärkt daraus hervor, sondern bist auch bestens für kommende Komplikationen vorbereitet.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – Das etwas zur Gewohnheit geworden ist heißt nicht gleichzeitig, dass es gut ist. Wenn es Dinge gibt, die dich langfristig unglücklich machen, reicht es nicht aus, diese Dinge zu benennen – ändere sie. Öffne dich für Veränderungen und Umwälzungen in deinem Leben.  Auch wenn es bedeutet, dass du aus deiner Komfortzone herauskommen musst, angst empfindest oder die Zukunft ungewiss ist. Das führt auch zu einer seelischen Erneuerung. Denke positiv in die Zukunft und habe keine Scheu, Freunde und Familie um Rat zu fragen. Oft wundern wir uns, wie viel unser Umfeld merkt, obwohl wir versuchen die Dinge zu verbergen, die uns unglücklich machen.

Starte mit positive Gedanken in den Tag und gehe mit ihnen schlafen

Positive Gedanken zum Tagesstart

Rufe dir immer wieder ins Gedächtnis, wofür du in deinem Leben dankbar bist. Du kannst auch klein anfangen. Mache dir am Ende des Tages nicht zu viele Gedanken darüber, was alles schlecht läuft und versinke nicht in Melancholie oder Trauer. Horche in dich hinein und frage dich, was an diesem Tag oder im Laufe der Woche schön war, dir Freude bereitet hat und sei dankbar dafür. Das können auch Kleinigkeiten sein: Sonnenschein und gutes Wetter, ein netter Smalltalk mit den Kollegen, ein interessantes Buch, das du gerade liest.

Begegne deinen negativen Gedanken mit positiver Energie und Lebensfreude. Das gehört zur Empfindung von Dankbarkeit dazu – getreu dem Motto: Das Glas ist immer halb voll und nicht halb leer. Schließe den Tag mit diesem Mantra ab, das zu deiner neuen Grundeinstellung werden soll und starte ebenso bewusst positiv in den Tag. Außerdem schützt Dankbarkeit vor Depressionen und Lustlosigkeit im Leben. Denn Dankbarkeit bedeutet auch Lebenslust und Liebe zum Leben. Plane etwas für dich selbst und lass es dir bewusst gut gehen. Dadurch kommen die positiven Gedanken meist ganz von allein.

Dankbarkeit: Schaffe positive Erinnerungen

Man kann für alles dankbar sein. Für materielle Dinge und immaterielle. Wichtig ist, dass du dir dessen immer wieder bewusst wirst. Hier sind einige Ideen, wie du das Gefühl für dich selbst sichtbar machen kannst.

  • Kalender: Trage dir in deinem Kalender ein, was dich glücklich macht und wofür du dankbar bist.
  • Fotoalbum: Ein Fotoalbum mit schönen Erinnerungen zeigt dir jeden Tag, wofür du dankbar sein kannst. Darin finden alle deine Liebsten Platz: Partner, Familie, Freunde. Aber auch Dinge, die du allein erlebst, gehören dazu: ein schöner Urlaub oder vielleicht auch etwas Materielles, wofür du lange gespart hast und was dir Freude bereitet, wie beispielsweise eine neue Couch zum Entspannen.
  • Sprüche: Für ein positives Lebensgefühl sind aufmunternde Sprüche hilfreich. Du kannst sie dir auch in den Kühlschrank hängen oder einrahmen. Das motiviert und hält dir vor Augen, wie schön das Leben ist.
  • Literatur: Auch Bücher helfen dabei, die eigene Einstellung zum Leben zu verändern. Nihilistische (welt-verneinende) Werke und Texte, die die Welt verteufeln, sind eher wenig hilfreich. Suche dir motivierende Bücher, die von der Schönheit der Welt handeln und eine positive Botschaft transportieren. Es gibt zahlreiche Fachbücher und Ratgeber zum Thema „Dankbarkeit“, die dir einen tieferen Einblick in die Persönlichkeitsanalyse geben und Perspektiven der Problemlösung eröffnen.
  • Pläne: Mach dir eine Liste mit Aktivitäten und Events, die du für das Jahr planst, wozu du eingeladen bist. Trage auch Verabredungen mit Freunden und Familie ein, für die du dankbar bist.

Schätze dein Leben: Dankbarkeit macht zufrieden und ausgeglichen

Du kannst nur jemanden lieben, wenn du dich selber liebst – Getreu der Redewendung funktioniert es auch mit der Dankbarkeit und der positiven Lebenseinstellung. Erst, wenn du auch dankbar für dich selbst und dein Leben, dein Wesen und deine Errungenschaften bist, kannst du das positive Lebensgefühl auch nach außen transportieren und damit auf deine Umwelt und deine Mitmenschen übertragen.

Erst wenn du lernst, mit dir selbst im Reinen zu sein und dein Leben wertzuschätzen, kannst du auch anderen Menschen mit Dankbarkeit begegnen. Denn Dankbarkeit bedeutet auch Selbstreflexion. Lerne, in den Spiegel schauen zu können und dabei glücklich und zufrieden zu sein, so wie du bist. Denn so wie du bist, bist du großartig. Um dich selbst reflektieren zu können, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Was zeichnet mich aus?
  • Was macht mich besonders?
  • Was sind Charaktereigenschaften an mir, die ich mag?
  • Was schätzen Freunde und Familie an mir?
  • Was habe ich bereits in meinem Leben erreicht?
  • Was sind Wünsche, die ich mir erfüllen konnte?

Das stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl. Die Dankbarkeit, die du dir selbst gegenüber empfindest, führt zu einem besseren Lebensgefühl und auch zu einer besseren Lebensqualität. Außerdem schützt dich eine hoffnungsvolle und positive Einstellung vor Depressionen und Weltschmerz.

Lerne, Dankbarkeit auszudrücken

Lerne, Dankbarkeit auszudrücken

Dankbarkeit vollzieht sich nicht nur im Inneren. Dankbarkeit kann auch ausgedrückt werden. Dafür ist es wichtig, dass du Empathie für deine Mitmenschen aufbringst. Wenn du dich in deine Mitmenschen hineinversetzt, erkennst du die Momente, in denen jemand dir etwas Gutes tun möchte und in guter Absicht handelt. Ein einfaches “Danke” signalisiert deinem Gegenüber Anerkennung und gibt auch gleichzeitig dir ein gutes Gefühl. Jeder Mensch freut sich, wenn seine Bemühungen und Gefallen, die man jemandem macht, anerkannt, gewürdigt und wertgeschätzt werden. Auch wenn es nur kleine Gesten sind, sollte man dafür dankbar sein und es auch zum Ausdruck bringen:

  • Das Offenhalten einer Tür, wenn man keine Hand frei hast
  • Das Geben eines Taschentuchs, wenn die Nase läuft
  • Ein einfaches, ehrlich gemeintes „Wie geht es dir?“
  • Das Anbieten von Hilfe, wenn man nach dem Weg sucht

Das alles sind Kleinigkeiten, aber gerade diese zu schätzen wissen, führt dauerhaft zu einer positiven Lebenseinstellung. Im Alltag halten wir viele Dinge für selbstverständlich. Dabei sollten wir uns öfter darüber freuen, wie gut es uns im Grunde geht. Nimm deine Umwelt bewusster wahr und drücke mit einem “Danke” deine Anerkennung aus. Denn Dankbarkeit ist die Voraussetzung für Wertschätzung. Du wirst merken, dass das Wort “Danke” viel mehr ist, als nur ein konventionelles Wort. Die Anerkennung und Wertschätzung, mit der du damit anderen Menschen begegnest, kommt meist auch zu dir zurück.

Du kannst deine Dankbarkeit auch durch Mimik und Gestik zum Ausdruck bringen. Durch ein Lächeln kannst du deine Dankbarkeit ausdrücken. Lächeln macht nicht nur gesund, weil dabei Endorphine ausgeschüttet werden, sondern zaubert meist auch deinem Gegenüber ein Lächeln ins Gesicht. Dadurch wirkst du sympathischer und kannst deine Wertschätzung zeigen. Gehe nicht in gekrümmter Haltung und gesenktem Blick durch die Welt. Werde sensibel für deinen Körper und drücke deine Dankbarkeit und positive Grundeinstellung durch eine positive Körpersprache aus. Auch Goethe erkannte die Notwendigkeit der Selbstreflexion in Bezug auf die Dankbarkeit:

“Begegnet uns jemand, der uns Dank schuldig ist, gleich fällt es uns ein. Wie oft können wir jemand begegnen, dem wir Dank schuldig sind, ohne daran zu denken”.

Goethe erinnert uns daran, dass wir unseren Menschen mit Dankbarkeit und Achtsamkeit begegnen sollen.

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