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Humor: 10 Vorteile & 5 Tipps für mehr Spaß im Alltag

Humor kann sehr unterschiedlich sein. Mit Menschen, die unseren Humor teilen, verstehen wir uns meistens besonders gut. In diesem Artikel erfährst du, wann Humor zu weit geht, warum er so wichtig ist und wie man Humor erlernen kann. Außerdem erfährst du, ob auch Tiere Humor haben.

Lachen macht selbst die schwierigsten Situationen ein wenig einfacher. Schließlich sagt man nicht umsonst: "Humor ist, wenn man trotzdem lacht." Intuitiv wissen wir alle, was Humor bedeutet.

Und doch ist es sehr schwer, ihn zu definieren. Das liegt unter anderem daran, dass es so viele unterschiedliche Arten von Humor gibt. Oft spielt Humor mit dem Unerwarteten: Wenn etwas ganz anderes passiert, als wir dachten, finden wir das lustig.

Wissenswertes über Humor

Was Humor genau ist

Humor kann sehr unterschiedlich sein: Situationskomik, Galgenhumor, Schwarzer Humor, Ironie oder Wortwitze sind nur einige Beispiele. Mit Menschen, die unseren Humor teilen, verstehen wir uns meistens besonders gut.

Doch Humor kann nicht nur verbinden, sondern in manchen Situationen auch bösartig und grenzüberschreitend werden.

Vorteile von Humor

Humor erfüllt im täglichen Leben viele verschiedene Aufgaben:

1. Er entkrampft schwierige Situationen und löst Anspannung.
2. Er hilft dabei, selbst in schlimmen Lebenslagen entspannter und glücklicher zu leben.
3. Humor bringt Menschen einander näher und man findet leichter eine gemeinsame Welle.
4. Er schafft Identität in Gruppen, indem man über ähnliche Dinge lacht.
5. Durch gemeinsames Lachen entsteht eine entspannte und positive Atmosphäre.
6. Humor macht einfach Spaß und sorgt dafür, dass wir uns besser fühlen.
7. Lachen ist gesund und kann die Heilung bei körperlichen und seelischen Krankheiten verbessern.
8. Humor steigert die Resilienz, also die Fähigkeit, aus Lebenskrisen gesund hervorzugehen.
9. Eine humorvolle Überzeichnung kann ein gutes Mittel sein, um Missstände aufzuzeigen.
10. Lachen und Humor aktivieren das Gehirn und sollen sogar die Intelligenz verbessern können.

Du siehst: Es gibt viele gute Gründe, wieder mehr Spaß und Lachen in dein Leben zu integrieren.

Arten von Humor

Die Humorforschung unterscheidet grob zwischen vier verschiedenen Humor-Arten: verbindender Humor, selbststärkender Humor, aggressiver Humor und selbstentwertender Humor. Welche Art von Humor wir besonders mögen, hängt von unserem Charakter ab und ist meist über lange Zeit hinweg sehr stabil. Allerdings gibt es natürlich auch Mischformen und Graustufen.

Verbindender Humor

Verbindender Humor

Verbindender Humor hat zum Ziel, den Umgang mit anderen Menschen zu verbessern. Er gehört zu den positiven Humor-Arten. Wer zum verbindenden Humor neigt, macht gerne Scherze mit anderen Menschen zusammen und lacht vor allem gemeinsam. Er oder sie nutzt Humor also, um Gemeinsamkeiten darzustellen und Nähe zu schaffen.

Selbststärkender Humor

Selbststärkender Humor fungiert oft als Bewältigungsmechanismus. Wer zum selbststärkenden Humor neigt, kann gut die Perspektive wechseln und auch negative Situationen humorvoll wahrnehmen und wiedergeben. Auch der selbststärkende Humor gehört zu den positiven Humor-Stilen.

Aggressiver Humor

Aggressiver Humor beinhaltet Spott, Sarkasmus und Sticheleien. Die Empfindungen anderer sind bei dieser Art von Humor unwichtig, sie werden häufig abgewertet und manipuliert. Auch Schadenfreude gehört zu diesem Humor-Stil. Aggressiver Humor zählt zu den negativen Arten, er kann sich schädlich auf die Beziehung zu anderen Menschen auswirken.

Selbstentwertender Humor

Selbstentwertender Humor soll die Verbindung zu anderen Menschen stärken. Allerdings geschieht das, indem man sich selbst abwertet und klein macht. Diese Art von Humor kann über eigene negative Gefühle hinwegtäuschen. Auch selbstentwertender Humor gehört zu den negativen Humor-Arten. Er kann zwar die Bindung zu anderen verbessern, schadet aber dem eigenen Selbstwertgefühl.

Über diese vier Grundtypen hinaus kommt Humor in ganz unterschiedlichen Formen vor: als Albernheit, Galgenhumor, Schwarzer Humor, Wortspiel, wissenschaftlicher Witz, Nonsens, Running Gag, Parodie, Slapstick und in vielen anderen Erscheinungsformen.

Schwarzer Humor

Werden über ernste Themen Witze gemacht, wie etwa über Krankheiten, Kriege, Tod oder andere Verbrechen, nennt sich das Schwarzer Humor. Oft folgen Kontroversen darüber, ob über solche Themen satirische oder verharmlosende Witze gemacht werden dürfen.

Wann Humor zu weit geht

Wann Humor zu weit geht

Was wir in einer Gesellschaft als lustig empfinden, ändert sich mit der Zeit. Humor ist stark abhängig von kulturellen Werten und Zusammenhängen. Vor wenigen Jahrzehnten steckten in vielen Witzen zum Beispiel rassistische oder sexistische Motive, die in vielen Fällen nicht einmal böse gemeint waren. Solche Scherze werden heute zunehmend als unangenehm empfunden und als "onkelig" oder als "Alt-Herren-Witze" bezeichnet.

Wann Humor zu weit geht, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Manche mögen derbe und zotige Witze sehr gerne und können auch über Scherze auf eigene Kosten lachen. Andere empfinden solche Witze nicht als lustig, sondern als verletzend. Ob etwas noch als lustig oder schon als beleidigend empfunden wird, ist also von Gruppe zu Gruppe und von Person zu Person unterschiedlich.

Demütigende Witze

Eine Grenze sollte immer da erreicht sein, wo andere Menschen durch den Humor abgewertet und bewusst verletzt werden. Zum Beispiel werden demütigende Witze über körperliche Eigenschaften (zum Beispiel Übergewicht, Hautfarbe oder Behinderungen) häufig als Grenze des Humors verstanden.

Auch die Verletzung von religiösen Gefühlen geht für viele Menschen zu weit. Und schließlich empfinden es viele als unangebracht, über Krankheiten, Verletzungen, Gewalt oder Tod Scherze zu machen.

Umgekehrt kann Humor gerade in solchen Grenzsituationen eine gute Bewältigungsstrategie sein. Hier macht es einen großen Unterschied, wer die Scherze macht. Ein Mensch mit Behinderung kann leichter einen Witz über seine Behinderung machen als ein Außenstehender. Ein Krebspatient kann sich eher spöttisch über die eigene Krankheit äußern als ein Besucher.

Feste Regeln über die Grenzen von Humor gibt es nicht. Stattdessen sind Gespür und Einfühlungsvermögen gefragt, um den Humor einer Gruppe zu verstehen.

Humor bei Kindern

Humor bei Kindern

Ein Sinn für Humor entwickelt sich bei Kindern schon recht früh, er unterscheidet sich aber noch deutlich von dem, was Erwachsene lustig finden.

Babys amüsieren sich königlich über seltsame Geräusche, das Kuckuck-Spiel oder Grimassen. Ob das wirklich schon als Humor zählt, ist umstritten. Möglicherweise ist dieses Lachen eher eine körperliche Reaktion.

Spaß am Ungewohnten

Im Alter von etwa ein bis zwei Jahren entwickelt sich dann der Spaß am Ungewohnten, also an allem, das in der Vorstellung eines Kindes nicht "normal" ist. Dann ziehen sich Kinder zum Beispiel eine Unterhose über den Kopf, drehen die Tasse falsch herum oder werfen Essen auf den Boden.

Dinge, die anders sind, als sie sein sollten, werden jetzt zum Spaßfaktor. Kinder in diesem Alter bemerken außerdem, dass sie Erwachsene zum Lachen bringen können und genießen das sehr.

Die ersten absichtlichen Sprachwitze entstehen mit etwa zwei bis drei Jahren. Kinder in diesem Alter machen dann zum Beispiel falsche Tiergeräusche oder antworten absichtlich falsch auf Fragen.

Unerwartete Wendungen

Spätestens im Kindergartenalter haben die meisten Kinder großen Spaß an Pipi-Kacka-Witzen. Alles, was mit Körperfunktionen zu tun hat, ist in diesem Alter wahnsinnig lustig. Außerdem beginnen Kinder nun, Realität und Vorstellung auseinander zu halten. Sie haben Spaß an verrückten Geschichten und unerwarteten Wendungen. Auch Schadenfreude entwickelt sich in diesem Alter.

Ironie und Sarkasmus

Ironie und Sarkasmus verstehen Kinder erst sehr viel später, oft erst nach dem Grundschulalter. Zum einen braucht man ziemlich viel Hintergrundwissen, um eine ironische Aussage zu erkennen und zu entschlüsseln. Und zum anderen ist es für Kinder schwer, Ironie von Lüge zu unterscheiden.

Schließlich sollen sie selbst ja die Wahrheit sagen und können es dann schwer einordnen, wenn Eltern das Gegenteil von dem sagen, was sie denken. Bei kleineren Kindern sollte man deshalb auf Ironie und Sarkasmus möglichst verzichten.

Hier findest du Witze für Kinder.

Kinderhumor für Erwachsene

Humor bei Kindern

Vielleicht ist dir aufgefallen, dass viele Aspekte des Kinderhumors für Eltern gar nicht so lustig ist. Das hat seinen Grund. Humor entwickelt sich immer auch am Widerstand. Wenn Eltern also auf Pupswitze oder heruntergeworfenes Essen genervt reagieren, ist das für Kinder ganz besonders lustig.

Aufgabe von Mama und Papa ist es deshalb, die Kinder auch mal machen zu lassen und einfach mitzulachen. Immerhin sind Humor und Spaß gute Eigenschaften, die es zu pflegen gilt. "Das ist nicht lustig" ist deshalb ein Satz, den du als Elternteil möglichst selten sagen solltest.

Trotzdem ist es wichtig, Kindern beizubringen, dass es andere Menschen verletzt, wenn man sich über sie lustig macht. Es dauert allerdings recht lange, bis Kinder das wirklich verstehen, denn dafür müssen sie sich sehr gut in die Perspektive anderer hineinversetzen können.

Übrigens: Auch beim Humor lernen Kinder am Vorbild. Wenn du selbst im Alltag und in der Erziehung nicht alles ernst nimmst, können auch deine Kinder besser lernen, ein humorvolles Leben zu führen. Und das kann ihnen später auch beim Lernen oder bei der Bewältigung von schwierigen Situationen helfen.

Humor bei Tieren

Wir Menschen finden Tiere oft zum Brüllen komisch. Die Katze, die beim Sprung die Entfernung etwas falsch eingeschätzt hat, oder der schuldbewusst schauende Hund inmitten des von ihm angerichteten Chaos, das finden viele Menschen sehr lustig. Aber wie sieht es bei den Tieren selbst aus? Gibt es Tierarten, die Humor haben?

Bis vor wenigen Jahrzehnten war man sich sicher: Die Fähigkeit, lachen und Witze machen zu können, unterscheidet den Menschen von den Tieren. Inzwischen weiß man jedoch, dass das nicht stimmt. Es gibt viele Beispiele von unterschiedlichen Tierarten, die Späße machen, sich amüsieren und andere Tiere oder auch Menschen zum Lachen bringen.

Diese Tierarten machen Späße

Humor bei Tieren

Es wurden zum Beispiel Papageien beobachtet, die ihren Schwarm zum "Lachen" brachten. Dazu taten sie so, als ob sie ungeschickt vom Ast fallen würden.

Affen spritzen sich gegenseitig mit Wasser voll, ziehen andere Tiere am Schwanz oder schubsen sie mit sichtlicher Freude.

Es gibt auch Berichte über Menschenaffen, die sich über tollpatschiges Verhalten ihrer menschlichen Bezugspersonen amüsieren.

Und viele Hunde haben große Freude daran, ihre Menschen zum Lachen zu bringen. Bei Affen und Ratten kennt man ein Geräusch, das sich als spielerisches Lachen interpretieren lässt. Und auch bei Delfinen und Hunden gibt es solche Laute. Womöglich können noch viele andere Tierarten lachen und Späße machen, ohne dass wir das genau wissen.

Klar ist jedoch: Der Humor von Tieren ist eher einfach. Sprachspiele, schwarzen Humor oder Sarkasmus wird man bei ihnen natürlich nicht finden. Diese Formen von Humor unterscheiden eben doch den Menschen von den Tieren.

Tipps zum Erlernen von Humor

Manche Menschen scheinen schon mit einem gewaltigen Sinn für Humor auf die Welt zu kommen, andere sind ernster und weniger komisch. Aber diese Eigenschaften sind nicht unveränderbar. Du kannst Humor lernen. Mit unseren Tipps findest du dein Lachen und deinen eigenen Humor.

Führe ein Humortagebuch

Führe ein Humortagebuch

Kannst du spontan aufzählen, was dich zum Lachen bringt und welche lustigen Situationen dir in der letzten Woche begegnet sind? Sehr viele Menschen können das nicht. Deshalb lohnt es sich, diese Dinge regelmäßig aufzuschreiben. Und so funktioniert das:

Nimm dir jeden Abend ein paar Minuten Zeit, um über den Tag nachzudenken. Versuche bewusst, die komischen Seiten zu sehen. Würde man deine Erlebnisse von außen betrachten, was wäre dann lustig? Schreibe diese Dinge auf.

Trage dein Humortagebuch bei dir

Wenn dir etwas auffällt, das du witzig findest, schreibst du es direkt auf, wenigstens in kurzen Stichpunkten. Ausformulieren kannst du es später immer noch.

Du kannst auch Cartoons, Witze aus Zeitungen, lustige Fotos und ähnliche Dinge in dein Tagebuch kleben oder in einem Ordner auf deinem Smartphone speichern.

Wenn du dein Humortagebuch regelmäßig führst, fallen dir lustige Situationen leichter auf. Und wenn du dann einmal gar nichts zum Lachen hast, kannst du darin blättern und dich hoffentlich selbst zum Schmunzeln bringen.

Albere herum

Humor hat auch viel mit Lockerheit, Spaß und Albernheit zu tun. Wenn dir diese Aspekte schwer fallen, kannst du dich langsam herantasten. Schneide dir zum Beispiel Grimassen vor dem Spiegel, balanciere auf einer Gehweglinie oder verwende im Schwimmbad mal wieder die Rutsche.

Tipp: Wenn du ein Kind dabei hast, wirken Albernheiten in der Öffentlichkeit nicht peinlich, sondern charmant. Wenn du dich also alleine noch nicht traust, so richtig herumzublödeln, dann lade ein Kind aus der Familie oder dem Freundeskreis auf einen Ausflug ein. Auf dem Spielplatz, im Park oder im Zoo gibt es viele Gelegenheiten für Albernheiten und das Kind macht dabei sicher sehr gerne mit.

Umgib dich mit witzigen Menschen

Umgib dich mit witzigen Menschen

Die Gesellschaft anderer Menschen färbt immer auf uns ab. Wenn du vor allem mit ernsten, tiefsinnigen Menschen zu tun hast, ist es schwieriger, Humor zu entwickeln.

In der Gegenwart von fröhlichen und lustigen Personen ist es leichter. Nicht umsonst sagt man, dass Lachen ansteckend ist. In der passenden Gesellschaft kannst du deshalb viel einfacher Humor lernen.

Nimm dir Zeit für lustige Aktivitäten

Wähle beim nächsten Filmabend doch mal bewusst eine Komödie aus. Höre beim Autofahren oder der Hausarbeit lustige Hörspiele oder Podcasts. Geh ins Kabarett oder in eine Comedy-Show. Unternimm aktiv Dinge, die dir Spaß machen und dich zum Lachen bringen. Dadurch entwickelt sich dein Humor fast von alleine.

Wie Humor bei Krankheiten hilft

Lachen ist gesund, sagt der Volksmund. Da ist etwas Wahres dran. Wer optimistisch ist und auch in schweren Situationen noch Humor bewahren kann, hat oft eine bessere Heilungschance und vor allem eine höhere Lebensqualität.

Diese Tatsache nutzen zum Beispiel Krankenhausclowns. Bei solchen Projekten heitern Ehrenamtliche die Patientinnen und Patienten in Krankenhäusern mit ihren Späßen auf.

Allerdings ist Humor gerade im Zusammenhang mit Krankheiten eine ziemlich heikle Sache. Hier kann man als Außenstehender schnell die Grenze überschreiten, die das Gegenüber als verletzend oder unpassend empfindet. Deshalb ist besonders viel Fingerspitzengefühl gefragt.

Vor allem zu Beginn einer Erkrankung ist vielen Betroffenen noch nicht nach Lachen zumute. Erst im Lauf der Zeit entwickelt sich dann häufig eine Art Galgenhumor.

Klar ist aber, dass es auch im Umgang mit kranken, behinderten oder sogar sterbenden Menschen fröhlich zugehen darf, wenn die Situation passt. Lachen und Humor machen vieles einfacher. Sie helfen uns zum Beispiel, uns von der aktuell schwierigen Situation zu distanzieren oder die Sorgenspiralen im Kopf zu durchbrechen.

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