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Déjà-vu: 4 Merkmale & 6 mögliche Ursachen

Die Mehrheit aller Menschen hat schon mal ein Déjà-vu erlebt. Bei diesem Phänomen hast du in einer unbekannten Situation das Gefühl, alles schon zu kennen. Typische Merkmale, begünstigende Faktoren und wo die Ursachen liegen, erfährst du im Folgenden.

Du sitzt in einem Café und bestellst einen Cappuccino. Der Kaffeegeruch strömt dir in die Nase. Da öffnet sich die Tür und ein elegant gekleidetes Paar tritt ein. Die Situation ist dir vollkommen neu. Dennoch hast du das seltsame Gefühl, den Moment schon einmal genau so erlebt zu haben.

Ein solches Déjà-vu ist keine Seltenheit. Bestimmt hast du dich schon einmal gefragt, was sich hinter diesem seltsamen Phänomen verbirgt. Die Antworten darauf findest du hier.

Definition: Was ein Déjà-vu ist

Was ein Déjà-vu genau ist

Der Begriff Déjà-vu kommt aus dem Französischen und bedeutet übersetzt "schon gesehen". Bei einem Déjà-vu sind Personen davon überzeugt, ein gegenwärtiges Ereignis schon einmal in der Vergangenheit durchlebt zu haben. Das Phänomen kann in vielen Situationen auftreten und betrifft Männer und Frauen gleichermaßen.

Bei einem Déjà-vu handelt es sich um eine Erinnerungstäuschung deines Gehirns, für deren Ursachen es verschiedene Erklärungsansätze gibt. Tritt ein Déjà-vu erstmalig auf, sorgt das für ein unheimliches Gefühl. Deswegen galten lange nur psychisch kranke Menschen für das Phänomen als empfänglich. Inzwischen weiß man, dass jeder ein Déjà-vu-Erlebnis haben kann.

Psychologinnen und Psychologen gehen davon aus, dass zwischen sechzig und neunzig Prozent aller Menschen zumindest einmal in ihrem Leben ein Déjà-vu haben. Bei gesunden Menschen tritt es nur vereinzelt auf und ist vollkommen unbedenklich. Tritt es dagegen gehäuft auf, können auch medizinische Ursachen dahinterstecken.

Diese Arten von Déjà-vus gibt es

Déjà-vu wird als Sammelbezeichnung für verschiedene Arten von Erinnerungstäuschungen verwendet. Der Begriff lässt sich aber in weitere Untergruppen aufteilen.

Déjà-vécu

Das Déjà-vécu (französisch für "schon erlebt") ist die Untergruppe, zu der die meisten Déjà-vus gehören. In diesem Fall vermittelt dir dein Gehirn das Gefühl, eine bestimmte Situation bereits in der Vergangenheit erlebt zu haben.

Beispielhaft für ein Déjà-vécu ist folgende Situation: Du bist im Zug und beobachtest durch das Fenster den Bahnsteig. Nachdem sich die Türen geschlossen haben, nimmt auf dem Sitz gegenüber ein Mann Platz. Er holt eine Zeitung aus der Tasche. Das Rascheln der Seiten, die tiefe Falte auf seiner Stirn, das markante Männerparfüm – plötzlich kommt dir alles bekannt vor. Dabei hast du den Mann noch nie zuvor gesehen.

Déjà-visité

Was ein Déjà-visité ist

Déjà-visité (französisch für "schon besucht") bezieht sich auf einen Ort, an dem wir uns gerade befinden und zuvor noch nie waren. Du glaubst dich an Details erinnern zu können, ohne sie früher gesehen zu haben.

Ein Beispiel für ein Déjà-visité ist folgende Situation: In Paris warst du zuvor noch nie. Gut gelaunt läufst du durch eine kleine Gasse und genießt das Flair der Stadt. In der Ferne siehst du die Spitze des Eiffelturms. Dein Blick wandert zu einem Gebäude mit einer alten braunen Holztür, auf der ein Messingschild angebracht ist. Auf einmal überfällt dich das Gefühl, an diesem Ort früher schon gewesen zu sein. Alles kommt dir vertraut vor, obwohl das nicht sein kann.

Déjà-entendu

Das Déjà-entendu oder auch Déjà-écouté (französisch für "schon gehört") ist eine Erinnerungstäuschung, die das Hören betrifft. Obwohl du etwas noch nie gehört hast, kommt es dir bekannt vor. Die beiden Begriffe werden synonym verwendet.

Ein Déjà-entendu könnte zum Beispiel so aussehen: Du sitzt im Auto und hörst Radio. Der Moderator kündigt einen neuen Song an, der zum ersten Mal gespielt wird. Mitten im Song fällt dir auf, dass etwas seltsam ist. Obwohl du das Lied noch nie gehört haben kannst, kommt es dir bekannt vor. So, als hättest du es früher schon einmal gehört.

Déjà-éprouvé

Déjà-éprouvé (französisch für "schon erfahren") steht für das Gefühl, eine Erinnerung im Gesamten noch einmal zu durchleben. Und zwar mit allem, was dazu gehört, also mit Gerüchen, Bildern, Geräuschen und Stimmungen. Der Begriff beinhaltet alle Merkmale eines Déjà-Vus und wird teilweise als Synonym für den Begriff verwendet.

Déjà-rêvé

Déjà-rêvé: Das Gefühl, das Erlebte schon geträumt zu haben

Das Déjà-rêvé (französisch für "schon geträumt") hat mit Träumen zu tun. Betroffene haben in einer Situation das Gefühl, etwas zu erleben, wovon sie in der Vergangenheit bereits geträumt haben. Hier findest du Tipps zum luziden Träumen.

Déjà-senti

Déjà-senti (französisch für "schon gefühlt") hängt mit deinem Empfinden zusammen. Hier vermittelt dir dein Gehirn beim Erleben eines neuen Sinneseindrucks den Anschein, das Gefühl schon früher einmal verspürt zu haben.

Psychische Phänomene mit ähnlichem Muster

Bei der Fausse Reconnaissance (französisch für "falsches Wiedererkennen") handelt es sich um ein irrtümliches Wiedererkennen einer bestimmten Situation oder eine fehlerhafte Erinnerung deines Gehirns an ein zurückliegendes Ereignis.

Das Gegenteil von einem Déjà-vu wird als Jamais-vu (französisch für "noch nie gesehen") bezeichnet. Obwohl du eine Situation in der Vergangenheit erlebt hast oder einen Ort bereits besucht hast, kannst du dich einfach nicht mehr daran erinnern. Auch eine vertraute Umgebung kann sich für dich plötzlich fremd anfühlen.

Merkmale für ein echtes Déjà-vu

Die Merkmale eines Déjà-vus

Im Alltag bezeichnen wir auch Situationen als Déjà-vu, die gar nichts damit zu tun haben. Ein gutes Beispiel dafür ist, wenn du zweimal an einem Nachmittag der gleichen Freundin in der Stadt über den Weg läufst, obwohl ihr euch ansonsten nur selten begegnet. Solche Vorkommnisse nennen viele scherzhaft ein Déjà-vu.

Für ein echtes Déjà-vu sind die folgenden vier Merkmale charakteristisch.

Flüchtigkeit

Ein Déjà-vu dauert in der Regel nur wenige Sekunden an. Das Gefühl, eine Situation schon einmal erlebt zu haben, verschwindet nach dieser kurzen Zeitspanne wieder. Deshalb sind echte Déjà-Vus nur flüchtig.

Momentaufnahme

Was dir bekannt vorkommt, bezieht sich nur auf einen kurzen Moment oder eine kleine Szene aus dem Alltag. Du weißt nicht, was direkt davor oder danach passiert sein könnte, bildest dir aber vielleicht ein, es bei reichlich Anstrengung erfahren zu können.

Zweifel

Obwohl dir die Situation sehr vertraut vorkommt, spürst du dennoch gleichzeitig, dass die Erinnerung nicht echt sein kann. Du zweifelst also an, dass dir diese Situation schon einmal genauso passiert sein könnte.

Ungewissheit

Egal, wie sehr du es versuchst, du kannst die Situation nicht einordnen und in einen Zusammenhang mit einem tatsächlichen Ereignis bringen.

Faktoren, die ein Déjà-vu begünstigen

Stress kann ein Déjà-vu begünstigen

Es gibt Faktoren, die das Auftreten eines Déjà-vus begünstigen. Wenn du dein Gehirn überlastest, kann das Übermüdung, Stress und Erschöpfung zur Folge haben. Diese Faktoren können ebenso wie Stimmungsschwankungen oder Alkohol- und Drogenkonsum Auslöser für ein Déjà-vu sein.

Reisen und eine hohe Vorstellungskraft

Wenn du häufig reist, bist du anfälliger für ein Déjà-vu. Hast du außerdem viel Fantasie und Vorstellungskraft, erhöht das die Wahrscheinlichkeit zusätzlich. Das gilt auch für gebildete Menschen, die tagtäglich viele Informationen aufnehmen und ihr Gehirn damit "belasten". Je mehr Bilder in deinem Kopf abgespeichert sind, desto wahrscheinlicher kann das Phänomen ausgelöst werden.

Das Alter

Zudem spielt dein Alter eine Rolle. Zwischen einem Alter von fünfzehn und fünfundzwanzig Jahren machst du besonders viele neue Erfahrungen und erlebst aufregende Dinge. In dieser Lebensphase sollen Déjà-vus bevorzugt auftreten. Danach nimmt die Wahrscheinlichkeit mit steigendem Alter wieder ab.

Déjà-vu als Begleiterscheinung einer Krankheit

Bei einigen Erkrankungen tritt ein Déjà-vu als Begleiterscheinung auf. Vor allem wenn Déjà-vus vermehrt auftreten und länger als normal andauern, kann dies ein Hinweis auf eine Krankheit sein.

Ein Déjà-vu tritt besonders häufig bei Epileptikern auf. Einem epileptischen Anfall können minutenlange Schübe von Déjà-vu-Erlebnissen vorausgehen. Deswegen werden die meisten Studien auch an dieser Patientengruppe durchgeführt.

Bei Neurosen, Psychosen und mehreren organisch bedingten Hirnerkrankungen kann ein Déjà-vu ebenfalls eine Begleiterscheinung sein, insbesondere bei Angsterkrankungen. Außerdem können bestimmte Medikamente ein Déjà-vu auslösen, wenn dadurch die "Chemie im Gehirn" durcheinandergebracht wird.

Tritt bei dir auffallend oft ein Déjà-vu auf oder hält es ungewöhnlich lange an, solltest du das sicherheitshalber von einem Arzt abklären lassen. Denn es gibt medizinische Gründe, die dafür verantwortlich sein können.

Mögliche Ursachen für ein Déjà-vu

Diese Ursachen können ein Déjà-vu auslösen

Seit über 100 Jahren versuchen Psychologen, Neurologen und andere Wissenschaftler, eine konkrete Ursache für das psychische Phänomen Déjà-vu zu finden. Im Laufe der Jahre haben sich zahlreiche Theorien entwickelt, von denen jedoch keine zu hundert Prozent bewiesen werden konnte.

Durch unzählige Versuche, Studien und Untersuchungen ist es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gelungen, sich der Lösung immer weiter anzunähern. In den letzten Jahren haben vor allem Erklärungsansätze an Bedeutung gewonnen, die eine Störung der Hirnfunktion als Ursache betrachten.

Wir stellen dir hier die wichtigsten Erklärungsansätze vor. Damit du dir ein umfassendes Bild über die möglichen Ursachen eines Déjà-vus machen kannst, erklären wir dir zudem die lange vorherrschende Optical-Delay-Theorie, die inzwischen aber widerlegt wurde.

Da keine der wissenschaftlichen Theorien bisher einen eindeutigen Beweis liefern konnte, halten sich auch spirituelle Erklärungsansätze hartnäckig und werden zum Beispiel von Esoterikerinnen und Esoterikern sowie Parapsychologinnen und Parapsychologen immer wieder als mögliche Ursache für ein Déjà-vu genannt.

Umwelttheorie

Bei der Umwelttheorie steht die Annahme im Vordergrund, dass unsere Umgebung ein Déjà-vu auslöst. Assoziationen und Erinnerungen an einen bereits besuchten Ort, die du in deinem Gehirn abgespeichert hast, sollen demnach den Eindruck erwecken, auch an dem neuen Ort schon einmal gewesen zu sein.

Oft sind es scheinbar gleiche Strukturen in der Umgebung, die ein Gefühl der Wiedererkennung und Vertrautheit auslösen. Die real erlebte Umgebung von früher ist aber nicht identisch mit dem neuen Ort, an dem du dich befindest. Laut der Umwelttheorie handelt es sich dabei um eine Erinnerungstäuschung deines Gehirns.

Beispiel: Bei einer Wanderung kommst du in ein altes Dorf. Du läufst eine Straße entlang und betrachtest deine Umgebung. Rechts steht eine große weiße Kirche mit einem Zwiebelturm zwischen zwei hohen Laubbäumen, links befindet sich ein kleines Café mit mehreren Tischen davor, im Hintergrund siehst du zackige Berggipfel in den Himmel ragen. Ruckartig bleibst du stehen: Du bist überzeugt, an diesem Ort bereits früher gewesen zu sein.

Die Erklärung für dieses Phänomen sehen Umwelttheoretiker darin, dass du tatsächlich früher an einem Ort in den Bergen warst, bei dem die Gebäude, Pflanzen und Berge ähnlich angeordnet waren. Dadurch scheinst du den Ort bereits zu kennen, obwohl du noch nie zuvor dort warst.

Wahrnehmungstheorie

Die Wahrnehmungstheorie zur Erklärung von Déjà-vus

Nach der Wahrnehmungstheorie verursachen Dinge und Situationen ein Déjà-vu, die du unbewusst bereits in der Vergangenheit wahrgenommen hast.

Beispiel: Du telefonierst auf der Autobahn über die Freisprecheinrichtung mit einem Arbeitskollegen. Hinter einer Schallschutzwand ragt ein alter Turm auf, den du aber nur unbewusst im Vorbeifahren wahrnimmst.

Am Nachmittag auf der Rückfahrt telefonierst du nicht. Der alte Turm fällt dir auf. Die Zinnen und die wehende Fahne kommen dir plötzlich bekannt vor. Du bist überzeugt, den Turm schon einmal früher gesehen zu haben.

Erst auf der Rückfahrt nimmst du den Turm bewusst wahr. Du speicherst ihn bewusst als Erinnerung in deinem Gedächtnis ab. Der Turm ist für dein Gehirn jedoch keine neue Botschaft, denn auch das unbewusste Wahrnehmen des Turms bei der Hinfahrt befindet sich als Information in deinem Gehirn. So entsteht ein Gefühl der Vertrautheit mit der Situation, was du als Déjà-vu interpretierst.

Hypnose als Beleg für Wahrnehmungstheorie

In einem Versuch wurden Menschen unter Hypnose mit Erfahrungen konfrontiert, an die sie sich anschließend im Wachzustand nicht mehr erinnern konnten. Erlebten die Versuchsteilnehmenden später eine ähnliche Situation, hatten sie das Gefühl eines Déjà-vus.

Erklärung: Sie hatten die Informationen bereits unter Hypnose unbewusst in ihrem Gehirn abgespeichert.

Wiedererkennen von vergessenen oder verdrängten Situationen

Wiedererkennen von vergessenen oder verdrängten Situationen

Einige Forschende sehen die Ursache für ein Déjà-vu in dem Wiedererkennen von vergessenen oder verdrängten Situationen, die du in der Vergangenheit erlebt hast.

Um das Gefühl eines Déjà-vus auszulösen, reicht schon der vertraute Geruch eines Parfüms oder der Duft eines bestimmten Lebensmittels aus. Auch Bilder, Melodien oder Geräusche können bei dir ein Gefühl der Vertrautheit hervorrufen, das sich als Déjà-vu äußert.

Beispiel: Du hast als Kind mit deiner Großmutter jedes Jahr zu Weihnachten Zimtsterne gebacken. Die Erinnerung daran ist mit den Jahren verblasst. Deine Großmutter lebt inzwischen nicht mehr und Plätzchen hast du lange nicht mehr gebacken.

Auf einem Weihnachtsmarkt kommst du an einem Stand vorbei. Der intensive Geruch von Zimt steigt dir in die Nase. Die weihnachtliche Atmosphäre und der Duft nach Zimt – plötzlich hast du das Gefühl, diese Situation früher schon einmal erlebt zu haben.

Gedächtnistäuschung

Aus Sicht von Neurologinnen und Neurologen ist eine Gedächtnistäuschung die Ursache, warum du in bestimmten Situationen ein Déjà-vu-Gefühl bekommen kannst.

Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler stützen sich dabei im Wesentlichen auf die Ergebnisse aus zahlreichen Studien mit Epileptikern. Es ist bekannt, dass kurz vor einem epileptischen Anfall vermehrt Episoden mit Déjà-vus auftreten. Als Ursache wurde eine gestörte elektrische Aktivität im Gehirn herausgefunden. Der betroffene Hirnbereich ist Teil des Temporallappens.

Gehirnscans bei gesunden Menschen haben gezeigt, dass bei einem Déjà-vu in der gleichen Hirnregion wie bei Epileptikern eine seltene Form der elektrischen Aktivität stattfindet.

In deinem Gehirn ist der Hippocampus innerhalb des Temporallappens dafür verantwortlich, ob eine Situation als bekannt eingestuft wird. Wenn dies der Fall ist, wird im Para-Hippocampus ein Gefühl von Vertrautheit ausgelöst.

Funktioniert der Hippocampus infolge der gestörten elektrischen Aktivität für einen kurzen Moment nicht, arbeitet der Para-Hippocampus dennoch weiter. Er sendet ein Vertrautheitsgefühl, obwohl der Hippocampus kein passendes bekanntes Bild liefert. Aus diesem kurzen Moment kann ein Déjà-vu entspringen.

Derzeit wird diese Sichtweise von Forschenden als am wahrscheinlichsten eingestuft. Einen eindeutigen Beweis gibt es aber nicht.

Wenn du hin und wieder ein Déjà-vu erlebst, heißt das nicht, dass du an Epilepsie leidest. Viel wahrscheinlicher ist es, dass du in dieser Situation übermüdet warst, Alkohol getrunken hast oder gerade erst von einer Reise zurückgekehrt bist. All das erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein Déjà-vu zu haben.

Optical-Delay-Theorie

Die Optical-Delay-Theorie

Lange Zeit hielten Forschende die Optical-Delay-Theorie als eine wahrscheinliche Ursache für ein Déjà-vu.

Wenn du über das Sehen Reize an dein Gehirn sendest, tust du dies mit beiden Augen gleichzeitig. Bei der Optical-Delay-Theorie wird angenommen, dass es bei der Übertragung vom Auge zum Gehirn auf einer Seite zu einer minimalen Verzögerung kommen könnte. Dadurch könnte wiederum der Eindruck entstehen, das Geschehene früher schon einmal gesehen zu haben.

Da auch blinde Menschen allein über das Riechen, Hören und Fühlen ein Déjà-vu erleben können, gilt die Optical-Delay-Theorie aus wissenschaftlicher Sicht inzwischen als widerlegt.

Spirituelle Sichtweise

Manche Menschen lehnen die oben genannten wissenschaftlichen Erklärungsansätze ab und vertreten eher eine spirituelle Sichtweise.

Aus spiritueller Sicht kann ein Déjà-vu-Erlebnis verschiedene Ursachen haben. In der Regel gehen Anhängerinnen und Anhänger der spirituellen Sichtweise davon aus, dass es sich bei einem Déjà-vu um eine Erinnerung aus einem früheren Leben handelt.

Es gibt aber auch Menschen, die in dem Phänomen eine Vorahnung oder eine kosmische Warnung sehen. Andere sehen darin ein Zeichen, das zum Beispiel vom Geist eines Verstorbenen gesendet wird.

Einige Parapsychologinnen und Parapsychologen sind wiederum der Meinung, dass ein Déjà-vu ein hellseherischer Traum ist.

Diese Theorien mögen sich vielleicht unglaubwürdig anhören. Solange die Wissenschaft keine eindeutige Ursache für ein Déjà-vu bestimmen und beweisen kann, wird die spirituelle Sichtweise von vielen Menschen weiter vertreten werden.

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