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Selbstliebe: 4 Tipps, wie du dich selbst mehr schätzen lernst

Selbstliebe ist die Voraussetzung für ein erfülltes Leben. Wer sich selbst liebt, ist nicht auf die Bestätigung seiner Mitmenschen angewiesen. Er genügt sich selbst. Viele Menschen haben ein negatives Selbstbild und können sich selbst nicht lieben. So verwehren sie sich ihr eigenes Glück. Mit ein bisschen Übung kann es jedem gelingen, die Liebe zu sich selbst zu entfachen. Wir geben dir die besten Tipps, damit auch du dich selbst lieben kannst.


Was Selbstliebe ist

Was Selbstliebe ist

„Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Romanze“ – das wusste schon der berühmte Autor Oskar Wilde. Zu einer gesunden Beziehung mit sich selbst gehört Selbstliebe einfach dazu. Wer sich selbst liebt, kann besser mit Kritik umgehen, ist selbstbewusster und stellt sich selbstsicher neuen Herausforderungen. Dem bekannten Sozialpsychologen Erich Fromm zufolge ist Selbstliebe sogar die Grundvoraussetzung dafür, jemand anderen lieben zu können.

Wer sich selbst lieben möchte, muss daran arbeiten sich selbst zu akzeptieren, denn Selbstakzeptanz und Selbstliebe gehen Hand in Hand. Dazu gehört, dass du jede Eigenschaft an dir annimmst – die Guten wie auch die Schlechten. Wenn du etwas von dir vor anderen verbirgst, zeugt das nicht gerade von Selbstliebe. Erst wenn du deine Herkunft, dein Äußeres und auch deinen Charakter akzeptierst, kannst du anfangen dich selbst zu lieben.

Neben Selbstakzeptanz spielt auch Selbstachtung eine erhebliche Rolle. Nimmst du deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche ernst und versuchst diese zu realisieren, nimmst du dich selbst wichtig. Das gehört zur Selbstliebe dazu. Wenn du auf dein Wohlbefinden und deine Gesundheit achtest, tust du dir selbst etwas Gutes und ebnest den Weg für Selbstliebe.

Selbstliebe ist auch für viele andere Eigenschaften wichtig. Ohne Selbstliebe kann man kein Selbstwertgefühl entwickeln. Ebenso wenig kann Selbstvertrauen ohne Selbstliebe bestehen. Auch für eine gesunde Verbindung zur Außenwelt ist Selbstliebe von Vorteil, denn du machst dich weniger angreifbar und bist weniger von anderen abhängig. Liebst du dich selbst, weißt du das Leben mehr zu schätzen und hast viel mehr Freude daran.

Selbstverliebtheit – Was Selbstliebe nicht ist

Die Wörter Selbstliebe und Selbstverliebtheit entstammen dem selben Wortstamm und sagen doch etwas ganz Anderes aus. Wer sich selbst liebt, nimmt sich selbst so an, wie er ist. Er nimmt sich wichtig, aber stellt sich nicht zur Schau – ganz im Gegenteil zu selbstverliebten Menschen. Sie lieben das Rampenlicht und neigen zu Überheblichkeit. Narzissten – wie sie auch genannt werden – idealisieren sich als Person und halten sich selbst für vollkommen. Ihre negativen Eigenschaften schieben sie von sich weg und hoffen auf die Bestätigung anderer Menschen. Darauf würde ein Mensch, der sich selbst liebt, nicht hoffen, denn seine Selbstannahme reicht ihm als Bestätigung bereits aus.

Narzissten sind dagegen auf eine äußere Bestätigung angewiesen. Sie selbst können anderen diese Bestätigung allerdings nicht entgegen bringen. Sie haben Probleme andere Menschen und sich selbst wertzuschätzen. Selbstverliebtheit ist also nur eine Maske, mit der Narzissten ihre eigene Unsicherheit überspielen. Das bestätigt Erich Fromm: „Es stimmt, dass selbstsüchtige Menschen unfähig sind, andere zu lieben; sie sind jedoch genauso unfähig, sich selbst zu lieben.“

4 Tipps zu mehr Selbstliebe

Wenn du an dir selbst arbeiten und deine Selbstliebe stärken möchtest, kannst du schnell Erfolge durch einfache Übungen erzielen. Wichtig ist, dass du diese regelmäßig praktizierst, um deine neu gewonnene Selbstliebe aufrecht zu erhalten. Die meisten Übungen kannst du leicht in deinen Alltag integrieren. Sie dauern nur wenige Minuten, führen aber dennoch zu einem guten Ergebnis. Opferst du also täglich nur ein paar Minuten, steht deiner Selbstliebe und damit einhergehend einem glücklichen Leben nichts mehr im Wege.

Affirmationen

Mit Affirmationen zu mehr Selbstliebe

Affirmationen bilden den effektivsten Weg zu andauernder Selbstliebe. Wer täglich Affirmationen aufsagt, gewinnt ein positives Selbstbild. Die selbstbejahenden Aussagen sind bekannt dafür, hilfreich zu sein, wenn es um Veränderungen geht. Möchtest du also deine Einstellung zu dir selbst verändern, sind Affirmationen die richtige Option. Auf diese Weise kannst du dein Verhalten und deine Gefühlswelt verändern, indem du dir mit einer Affirmation Selbstbestätigung gibst und dir Hoffnungen für die Zukunft vergegenwärtigst.

Affirmationen kannst du überall anwenden. Du kannst sie laut aussprechen oder sie in Gedanken aufsagen. Sie machen sich gut in der Morgenroutine, da du mit ihnen positiv in den Tag starten kannst. Hast du morgens weniger Zeit, kannst du sie dir im Auto auf dem Weg zur Arbeit in Erinnerung rufen. Wenn du eher der visuelle Typ bist, kannst du sie auch aufschreiben und dir so vor Augen führen.

Besonders gut wirken Affirmationen, wenn du dir während ihrer Aussprache selbst in die Augen schauen kannst. Deshalb werden sie oft vor dem Spiegel aufgesagt. Es gibt verschiedene Spiegel-Übungen, die mit Affirmationen verbunden werden können.

Übung: Stelle dich vor einen Spiegel, so dass du dich komplett sehen kannst. Schaue dich an und achte auf deine Empfindungen und Reaktionen. Wo schaust du zuerst hin? Was vermeidest du anzuschauen? Nimm dir mehrere Minuten Zeit und versuche dir in die Augen zu blicken. Weichst du deinem eigenen Blick aus? Nach circa zehn Minuten kannst du dich vom Spiegel abwenden. Nun solltest du dir einen Zettel nehmen und alles aufschreiben, was du in den letzten zehn Minuten empfunden hast. Versuche deine Empfindungen nicht zu bewerten oder analysieren. Bleibe sachlich. Lasse ein paar Stunden vergehen, bevor du dir deine Notizen erneut durchliest. Was kannst du daraus entnehmen? Wie stark ist deine Selbstliebe?

Wenn du noch an deiner Selbstliebe arbeiten musst, kannst du dich erneut vor den Spiegel stellen. Doch anstatt dich nur anzuschauen, sagst du Affirmationen auf, die deine Selbstliebe stärken. Versuche dir dabei in die Augen zu schauen. Gib nicht zu schnell auf. Am Anfang fühlt sich das wahrscheinlich erst einmal komisch an. Hast du diesen Punkt jedoch überwunden, wirst du dich gut fühlen und die positive Wirkung der Affirmationen feststellen. Wir haben einige Affirmationen als Beispiele für dich zusammengestellt:

  • Ich liebe mich so, wie ich bin.
  • Ich weiß, dass ich wichtig bin.
  • Ich vertraue mir und meinen Fähigkeiten von Tag zu Tag mehr.
  • Ich genüge.
  • Mir ist bewusst, dass ich einzigartig bin.

Dankbarkeit

Dankbarkeit: Fokussiere dich auf das Positive

Dankbarkeit ist ein ebenso wichtiges Werkzeug, wenn es um Selbstliebe geht. Wer Dankbarkeit für sich und seine Umwelt zeigt, kann sich und seine Situation besser annehmen. Es gibt mit Sicherheit viele Dinge für die du dankbar sein kannst. Auch wenn du nicht vollkommen mit dir zufrieden bist, kannst du trotzdem dankbar für all die guten Dinge sein, die du besitzt und dir widerfahren. Negatives solltest du nicht unbedingt als eine Schwäche auslegen. Negative Ereignisse können den Blick für die positiven Dinge im Leben öffnen und vermitteln dir neue Erfahrungen, die dich in Zukunft weiterbringen können. Auch dafür kannst du dankbar sein.

Anstatt dich auf das Negative zu konzentrieren, solltest du dich auf das Positive fokussieren. Mache dir bewusst, was gut in deinem Leben ist. Mit Sicherheit gibt es viele Dinge, die du an dir und deinem Leben magst. Du kannst beispielsweise für deine Gesundheit, deine Talente und bestimmte Charaktereigenschaften wie Geduld, Hilfsbereitschaft oder Gelassenheit dankbar sein. Ebenso kannst du dankbar für bestimmte äußerliche Merkmale wie deine strahlenden Augen, dein gesundes Haar oder deine schmalen Hände sein.

Am besten kannst du Dankbarkeit praktizieren, wenn du dir ein Dankbarkeits-Tagebuch zulegst. Dort kannst du immer dann hereinschieben, wenn du für eine Sache dankbar bist. Noch besser ist es, wenn du Dankbarkeit in deinen Alltag integrierst und jeden Abend drei Dinge aufschreibst, für die du Dankbarkeit empfindest. Das können schon die kleinsten Alltäglichkeiten sein. Wenn du dich über eine nette Geste freust, schreibe es in dein Tagebuch. Das sonnige Wetter hat dir an diesem Tag ein Lächeln ins Gesicht gezaubert? Dann halte diesen Moment in deinem Tagebuch fest. Schreibst du jeden Abend diese kleinen Momente, die deinen Alltag versüßen, in dein Tagebuch, führst du dir all die guten Dinge an dir und deinem Leben vor Augen. Du wirst feststellen, dass es viel Positives gibt, das du an dir lieben kannst.

Kreativität

Auch Kreativität kann den Weg zu mehr Selbstliebe ebnen, denn Kreativität bedeutet immer auch ein Stück von sich selbst offen zu legen. Wer sich kreativ betätigt, beschäftigt sich mit sich selbst – hört in sein Inneres. Das kann dabei helfen dir über deine Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden. Andererseits hast du die Möglichkeit dich mit Hilfe von Kreativität selbst zu verwirklichen. Spielst du beispielsweise ein Instrument, das dir sehr viel Freude bereitet, hilft dir das dabei, zu dir selbst zu finden, denn du beschäftigst dich mit den Dingen, die dich ausmachen. Du gehst deinen Bedürfnissen nach. Das ist essentiell, wenn du dich selbst lieben möchtest. Schiebst du deine Wünsche dagegen ständig auf, kann das deine Beziehung zu dir selbst stören. Planst du zum Beispiel schon lange eine Übersee-Reise oder willst du ein eigenes Buch schreiben, solltest du gleich damit starten, anstatt es immer weiter aufzuschieben. Wenn du deinen Wünschen nachgehst, wirst du stolz auf dich sein und eine positivere Beziehung zu dir selbst aufbauen.

Auszeiten

Gönne dir Auszeiten

Auszeiten sind ebenfalls wichtig, um sich selbst lieben zu lernen. Sie geben dir die Chance zu reflektieren, dich um dich selbst zu kümmern und auszuruhen. Wenn du immer unterwegs bist und dir nicht die Möglichkeit gibst einmal runterzukommen, kann das deinem Selbstbild schaden. Es ist wichtig Selbstliebe zu praktizieren, indem du dich verwöhnst. Gönne dir jede Woche festgelegte Auszeiten von mehreren Stunden, in denen du den Dingen nachgehst, die dir Spaß machen. Das kann ein gemütlicher Nachmittag mit der besten Freundin im Café, ein entspannter Abend mit dem Partner auf der Couch oder einfach ein sonniger Nachmittag allein im Park sein. Hauptsache du genießt deine freie Zeit.

Du solltest Dinge ganz bewusst einfach mal nur für dich selbst tun. Wie wäre es, wenn du dir einen gemütlichen Abend nur mit dir selbst gönnst? Du könntest etwas Schönes kochen und einen guten Film schauen. Gib dir genauso viel Mühe als wenn du für einen guten Freund kochen würdest. Sei dir selbst ein Freund. Kümmere dich um dich selbst und vernachlässige dich nicht. So steigerst du deine Selbstliebe.

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