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Gefühlskälte: Alexithymie erkennen, 5 Tipps zum Umgang + Selbsttest

Rund acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Gefühlskälte und Gefühlsblindheit. Der Fachausdruck dafür ist Alexithymie. Wir erklären dir die Ursachen und Symptome und geben dir fünf wertvolle Tipps für den richtigen Umgang. Der Selbsttest am Ende hilft dir herauszufinden, ob du betroffen bist.


Gefühlskälte: Was Alexithymie ist

Gefühlskälte: Was Alexithymie ist

Alexithymie ist besser bekannt als Gefühlsblindheit und Gefühlskälte. Sie beschreibt das Persönlichkeitsmerkmal weder wahre Freude noch Trauer empfinden zu können. Auch wenn Alexithymie in das Feld der psychosomatischen Krankheitslehre einzuordnen ist, ist sie keine Krankheit. Ein anderes Synonym, welches das Störungsbild genauso treffend beschreibt, ist Gefühls-Legasthenie. Sie meint in diesem Sinne eine Störung der Gefühlswelt und emotionalen Wahrnehmung.

Wortherkunft: Alexithymie ist ein Kunstwort, das sich aus dem Griechischen (a, lexis und thymos) herleitet und übersetzt die “Unfähigkeit, Gefühle zu lesen und auszudrücken” bedeutet.

Ursprünglich wurde bei der Alexithymie von einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen, die auch psychosomatische Symptome verursacht. In der modernen Forschung ist diese Ansicht umstritten. Heute wird Alexithymie häufig bei Betroffenen einer geringen emotionalen Intelligenz beobachtet. Unter emotionaler Intelligenz wird allgemein die Fähigkeit verstanden, eigene und fremde Gefühle wahrnehmen und einordnen zu können.

Circa zehn Prozent der Deutschen leiden an emotionaler Gefühlsblindheit. Da also ungefähr jeder Zehnte davon betroffen ist, ist es gut möglich, dass du eine betroffene Person kennst oder selbst davon betroffen bist. Alexithymie impliziert das Unvermögen oder die Unfähigkeit, die eigenen Gefühle wahrnehmen und ausdrücken zu können. Dazu gehört auch das Verbalisieren von Emotionen. Alexithymie geht aus diesem Grund mit einer verminderten bis hin zu einer fehlenden emotionalen Intelligenz einher.

Zur fehlenden emotionalen Intelligenz gehört die Unfähigkeit,

  • eigene Emotionen genau zu kennen und wahrzunehmen
  • die eigenen Gefühle zu steuern und zu beeinflussen
  • emotional angemessen zu reagieren
  • Gefühle gezielt einzusetzen, um etwas damit zu bezwecken
  • sich in die Gefühlswelt anderer hineinzuversetzen
  • das emotionale Verhalten anderer zu interpretieren

Diese Defizite führen dazu, dass Betroffene sich in ihrem sozialen Umfeld nur schwer zurechtfinden können. Wichtig zu betonen ist, dass Gefühlsblindheit nicht bedeutet, dass keine Gefühle vorhanden sind. Sie finden nur keinen verbalen Ausdruck.

Alexithymie: Symptomatik und Ursachen von Gefühlsblindheit

Alexithymie: Symptomatik und Ursachen von Gefühlsblindheit

Dass Alexithymie keine Krankheit im eigentlichen Sinne ist, liegt in ihren Ursachen. Bisher konnte noch nicht eindeutig geklärt werden, wieso Menschen unter Gefühlskälte und Gefühlsblindheit leiden. Deswegen wird Alexithymie auch als Persönlichkeitsmerkmal definiert. In der Psychologie ist das Phänomen der Gefühlskälte seit Langem ein wichtiges Thema.

Das Konzept der Alexithymie wurde in den 70er Jahren durch den Psychotherapeuten John C. Niemah und den Psychiater Peter Emanuel Sifneos geprägt. Der Begriff diente ihnen dazu, ein bestimmtes symptomatisches Phänomen zu erklären, dass sie bei ihren Patienten vorfanden: Die Unfähigkeit, Gefühle und Emotionen zu verarbeiten und die Symbolhaftigkeit sozialer Beziehungen zu verstehen.

Das Persönlichkeitsmerkmal Alexithymie bezieht sich vor allem auf die Affekte. Ein Affekt meint einen starken Erregungs- und Gemütszustand, der von enormer Anspannung geprägt ist. Eine häufige Formulierung aus unserem alltäglichen Sprachgebrauch ist “aus dem Affekt handeln”. So bezeichnen wir das unüberlegte irrationale Handeln aus Leidenschaft, ohne dabei auf Konsequenzen oder die Wirkung zu achten. Das Persönlichkeitsmerkmal Alexithymie kennzeichnet eine verminderte bis hin zu einer fehlenden Affektivität. Das bedeutet, dass gefühlsblinde Menschen Schwierigkeiten haben, Affekte zu verarbeiten und zu differenzieren.

Es fällt ihnen schwer,

  • zwischen körperlichen Empfindungen und Emotionen zu unterschieden
  • die Gefühle anderer Personen zu beschreiben
  • Gefühle genau zu benennen
  • phantasievoll zu sein
  • sich in die Gefühle und Emotionen anderer hineinzuversetzen und mitzufühlen

Diese Persönlichkeitsmerkmale machen es den Betroffenen schwer, in sozialen und kommunikativen Situationen zu agieren. Sie wirken gefühlskalt, distanziert und oft unbeteiligt.

Auch wenn die Ursachen für Alexithymie noch unklar sind, gibt es verschiedene Theorien und Ansätze. Wissenschaftler gehen davon aus, dass eine enge Verbindung zwischen Gefühlskälte als Persönlichkeitsmerkmal und einer geringen emotionalen Intelligenz besteht. Es gibt Ansätze, die davon ausgehen, dass Alexithymie als Persönlichkeitsmerkmal bereits in der frühen Kindheit entsteht, etwa infolge fehlender Liebe und Zuneigung. Manche Forscher sehen darin ein Symptom anderer psychisch-dispositiver Störungen und wiederum andere suchen die Ursache in traumatischen Erlebnissen.

Wie du einen gefühlskalten Menschen erkennst + Tipps zum Umgang

Achte darauf, dass Alexithymie ein Persönlichkeitsmerkmal ist und damit einer Variabilität unterliegt. Das bedeutet, dass es verschiedene Ausprägungen gibt. Personen können an einer starken oder schwachen Form von Alexithymie leiden. Es können also bereits kleine Nuancen sein, an denen du eine alexithymische Person erkennst. Wir haben fünf Tipps für dich, woran du eine gefühlskalte Person erkennst und wie du mit ihr umgehen kannst.

Die Frage nach dem Gefühl

Die Frage nach dem Gefühl

Alexithymischen Menschen fällt es schwer, Gefühle in Worte zu fassen. Wenn du eine betroffene Person fragst, wie es ihr geht, wirst du keine Analyse der Gefühlswelt bekommen. Die Antwort auf deine Frage wird wenig informativ und kurz angebunden ausfallen. Wenn du genauer darauf eingehst, reagiert die Person wahrscheinlich eher abwehrend und mit Unverständnis. Das kann sich in Formulierungen wie “Das habe ich doch bereits gesagt.” oder in der Frage “Was genau meinst du damit?” äußern.

Zudem fallen die Antworten auf die Frage nach Empfindungen und Gefühlen bei gefühlskalten Menschen phantasielos aus. Die Antwort “Ich bin heute einfach schlecht drauf” beschreibt oft das Höchste an verbalisierten Gefühlen. Das Unvermögen, Gefühle zu erkennen und einordnen zu können, geht meist mit einer eingeschränkten Phantasie einher. Das zeigt sich unter anderem in einem beschränkten Wortschatz im Hinblick auf das Themenfeld der Gefühle. Betroffene wirken wortkarg und dadurch oft desinteressiert.

Tipp: Umgang mit Gefühls-Legasthenie

Versuche der Gefühlsblindheit mit sehr viel Empathie zu begegnen. Nur weil es Betroffenen schwer fällt, Gefühle zu verbalisieren, bedeutet es nicht, dass sie keine haben. Versuche ein Gefühl dafür zu entwickeln, ob dein Gegenüber vielleicht Trauer, Wut oder Hilflosigkeit nicht ausdrücken kann. Intensive Gespräche und Nachfragen sind eine effektive Möglichkeit, Ursachen herauszufinden.

Fehlendes Empathievermögen

Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen. Andere Synonyme sind Feinfühligkeit, Fingerspitzengefühl, Mitgefühl und Teilnahme. Wir schätzen Menschen mit einer hohen Empathiefähigkeit, da sie über eine ausgeprägte Begabung verfügen, sich in die Gefühlswelt und Überzeugungen anderer Menschen einfühlen zu können.

Da Betroffene von Alexithymie Probleme im Umgang mit Gefühlen haben, fällt es ihnen schwer, die Empfindungen und Überzeugungen anderer nachzuvollziehen und zu verstehen. Wenn Empathiefähigkeit innerhalb einer Kommunikationssituation gefragt ist, erkennst du an der Reaktion, ob dein Gegenüber gefühlskalt ist. Anzeichen können sein,

  • dass die Person kein Mitgefühl ausdrücken kann
  • fehlende Hilfsbereitschaft
  • Unverständnis für deine Einstellung
  • dass die Person dich in deiner Gefühlswelt nicht nachvollziehen kann

Im Gespräch mit der Person wirst du merken, dass sie ein Gespräch, in dem es um Emotionen und Gefühle geht, nicht dominieren wird. Die Person wird gefühlskalt auf dich wirken, weil sie Teilnahmslosigkeit und Reserviertheit ausstrahlt. Das liegt in der Tatsache begründet, dass Betroffene einzelne Gefühle weder einordnen können, noch in vollem Maße verstehen. Als Faustregel kann zusammengefasst werden: Je weniger Empathie vorhanden ist, umso stärker ausgeprägt ist die Alexithymie.

Tipp: Umgang mit fehlender Empathie

Wenn du merkst, dass sich die betroffene Person nicht in dich hineinversetzen kann, deine Gefühlswelt nicht versteht und nicht weiß, wie sie reagieren soll, bringt es nichts, die Person in Bedrängnis zu bringen. Vermeide es, Druck aufzubauen und sie mit Fragen zu löchern. Sei selbst verständnisvoll. Werde dir bewusst, dass die Person nicht böswillig oder aus Unlust handelt. Versuche Vorwürfe wie “Du hast kein Verständnis” oder “Du bist ein unempathischer Mensch” zu vermeiden.

Körperliche Beschwerden anstelle von Gefühlen

Körperliche Beschwerden anstelle von Gefühlen

Es ist ein Trugschluss zu glauben, Menschen mit Alexithymie hätten keine Gefühle. Siehst du etwa Bilder im Fernsehen, die von Krieg, Armut und Leid in der Welt handeln, empfindest du wahrscheinlich Mitgefühl und auch eine Form von Trauer. Menschen mit Alexithymie verarbeiten solche Bilder hingegen nicht als Gefühl.

Das liegt darin begründet, dass die Verbindung zwischen dem Gefühlszentrum im Gehirn und dem Ort (interozeptiver Kortex), an dem die Gefühle bewusst verarbeitet werden, gestört ist. Es ist also falsch, zu behaupten, dass gefühlskalte Menschen auch gefühllos seien. Da der Weg der Verarbeitung gestört ist, können die Gefühle nur nicht richtig identifiziert und eingeordnet werden. Infolge dieses Umstands reagiert der Körper bei größerer seelischer Belastung als eine Art Ventil.

Mögliche psychosomatische Symptome, die an die Stelle von Affekten und anderen starken Gefühlen treten, können Folgende sein:

  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Schlafstörungen
  • Unwohlsein und Erschöpfung
  • Herzrasen und Herz-Kreislauf-Probleme
  • Chronische Schmerzen

Reagieren Menschen mit Alexithymie auf extreme Situationen etwa mit Herzrasen oder Schlafstörungen, können sie von den Symptomen nicht auf die Ursache schließen. Vermutlich werden sie in solchen Fällen einen Arzt aufsuchen, weil sie an der Funktionstüchtigkeit des Körpers zweifeln und eine Krankheit vermuten.

Tipp: Umgang mit Spannungs- und Erregungszuständen

Sei aufmerksam. Du kannst deinem Partner oder Freund mit Alexithymie helfen, indem du deine Wahrnehmung gezielt ausrichtest. Merkst du, dass die Person körperliche Beschwerden und Leiden verspürt, kannst du das Gespräch suchen. Hinterfrage, was an dem Tag passiert ist und wodurch die Beschwerden ausgelöst werden könnten. Sei einfühlsam und gehe auf die Person ein. Ein klärendes Gespräch kann so zum Ursprung der Beschwerden führen und sie in dem Fall auch mindern.

Fehlendes Eingehen auf deine Gefühlswelt

Fehlendes Eingehen auf deine Gefühlswelt

Personen mit Alexithymie reagieren in emotionalen Gesprächen eher kalt und nüchtern. Sie haben Probleme, deine Gefühlswelt richtig wahrzunehmen. Es kann sein, dass du beispielsweise Trauer oder Wut empfindest und die Person es nicht merkt. Das liegt daran, dass bei betroffenen Personen der Bereich im Gehirn vermindert aktiv ist, der für die bewusste Wahrnehmung von Affekten zuständig ist.

Dadurch, dass die Person deine Affekte und Gefühle nicht wahrnimmt, kann sie auch nicht adäquat darauf reagieren. Das führt dazu, dass sich alexithymische Personen bei emotionalen Gesprächsthemen eher zurückziehen. Dies wird vom Gegenüber oft missverständlich gedeutet. Sie wirken durch ihre Zurückhaltung desinteressiert und emotional distanziert. Ein weiterer Hinweis ist die Körpersprache. Dazu gehören Mimik und Gestik. Forscher fanden heraus, dass gefühlsblinde Menschen viel sparsamer gestikulieren. Frauen sollen dabei eher ruhig und ausgeglichen wirken, während die Gestik und Mimik der Männer eher von motorischer Unruhe geprägt sind.

Umgang mit Gefühlsblindheit

Akzeptiere, dass eine Person, die Alexithymie als Persönlichkeitsmerkmal aufweist, dir nicht jeden Wunsch von den Lippen ablesen kann. Sei verständnisvoll und geduldig im Umgang mit der betroffenen Person. Versuche, deine Gefühle zu verbalisieren und zu erklären. Das kann der Person helfen, dich besser zu verstehen. Habe Verständnis dafür, dass gefühlskalte Menschen nicht spontan auf deine Gefühle reagieren können.

Fehlende Intimität

Alexithymie führt besonders in einer Partnerschaft zu Unverständnis. Du erkennst das Persönlichkeitsmerkmal vor allem daran, dass dein Partner in intimen Momenten eher zielorientiert ist, als Sexualität als extrem gefühlvolle Freizeitaktivität anzusehen. In einer Partnerschaft wirken Betroffene oft kühl und zeigen weniger Zuneigung als sehr gefühlsbetonte Menschen. Das äußert sich etwa in dem Fehlen von Liebkosungen, Händchenhalten, Umarmungen oder Küssen. Ihre Persönlichkeit ist eher faktenorientiert und ihr Handeln meist auf eine bestimmte Zweckerfüllung gerichtet.

Umgang mit fehlenden Zärtlichkeiten

Gehe mit dem Thema offen und verständnisvoll um. Versuche die Dinge, die dich stören, nicht persönlich zu nehmen. Mache dir klar, dass dein Partner eine ganz andere Gefühlswelt hat und nicht in schlechter Absicht handelt.

Du solltest deine eigenen Bedürfnisse aber auch nicht unterdrücken oder zurückhalten. Versuche in Worte zu fassen, was dir fehlt und was du dir wünschst. Sage offen, wenn du dich nach mehr Zärtlichkeiten und Zuneigung sehnst. Stößt du dabei auf Unverständnis, dann versuche direkte Vorschläge für die Umsetzung zu machen. Damit gibst du deinem Partner etwas Handfestes, dass er auch in die Tat umsetzen kann.

Selbsttest

Fragst du dich, ob du gefühlskalt und gefühlsblind bist? Wir haben Aussagen für dich zusammengestellt, mit deren Hilfe du herausfinden kannst, ob du davon betroffen bist. Schaue, welche Aussagen auf dich zutreffen und welche eher weniger.

  1. Ich habe oft Schwierigkeiten, meine eigenen Gefühle in Worte zu fassen.
  2. Fragen mich Freunde und Bekannte, wie ich mich fühle, weiß ich oft keine Antwort.
  3. Ich kann körperliche Empfindungen oft nicht einordnen.
  4. Mir haben Menschen bereits des Öfteren mitgeteilt, dass sie mich als distanziert und kühl erleben.
  5. Freunde, Bekannte und Familie signalisieren mir oft Unverständnis, wenn sie mit mir über ihre Bedürfnisse und Empfindungen sprechen.
  6. Ich habe Probleme im Umgang mit Menschen, die wütend und aufgebracht sind.
  7. Ich befrage mich selten bis nie nach meinen ganz persönlichen Gefühlen.
  8. Ich erwische mich am Tag nicht dabei, wie ich vor mich hinträume. Ich messe Träumen auch nie viel Bedeutung bei.
  9. Wenn ich über meinen Partner, Familie und Freunde nachdenke, fällt es mir schwer, die Gefühle, die ich für sie empfinde, in Worte zu fassen.
  10. Ich ziehe mich immer mehr aus meinem sozialen Umfeld zurück.
  11. Körperliche Zärtlichkeiten erfüllen für mich eher eine Funktion als eine Genuss bringende Freizeitaktivität.
  12. Auch wenn ich mein Bestes gebe, Freunden, Familie und Partner bei ihren Problemen zuzuhören, fühlen sie sich von mir oft nicht verstanden.
  13. Ich verstehe oft nicht, wenn andere Personen sich über mich beschweren oder aufregen.

Nicht alle Aussagen müssen zu hundert Prozent auf dich zutreffen. Wenn du aber merkst, dass du dich in den meisten Fragen wiederfindest, solltest du eine Beratungsstelle aufsuchen.

Behandlungsmethoden bei Alexithymie

Behandlungsmethoden bei Alexithymie

Bei einer Diagnose von Alexithymie werden Fragebögen und klinische Interviews verwendet. Wird bei dir eine Form der Gefühlskälte erkannt, kann dir gezielt geholfen werden. Durch einen Prozess des emotionalen Lernens kann es gelingen, dass deine Gefühlswelt sich dir öffnet und erschließt. Es gibt einige Kliniken, die sich auf das Thema Gefühlsstörungen spezialisiert haben und dir helfen können. Hilfreich ist es, zunächst einen Therapeuten in deiner Nähe aufzusuchen. In einem Gespräch kannst du mit ihm mögliche weitere Schritte besprechen.

Entscheidest du dich für eine therapeutische Behandlung, beinhaltet der Prozess des emotionalen Lernens oft Verfahren, die erlebnisorientiert und kommunikativ sind. Auch Gruppentherapien sind möglich. Sie haben den Vorteil, sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können. Durch ein gezieltes Eingehen und die Betrachtung auf emotionaler Ebene kannst du den Umgang mit dir selbst und anderen lernen.

Leidest du an einer sehr starken Ausprägung von Gefühlskälte, ist auch eine stationäre Behandlung möglich. Sieh darin nicht den Worst Case, sondern eine Chance, ein neues Leben zu starten. Lernst du, deine eigenen Gefühle und die anderer Menschen einzuordnen und zu verstehen, kannst du auch leichter durchs Leben gehen.

Ist dein Partner, ein Freund oder Familienmitglied betroffen, lohnt es sich, einen Therapeuten aufzusuchen. Das kann durchaus bei dem Umgang mit einer gefühlskalten Person helfen und dich sensibel für das Bewusstsein und das Andersfunktionieren der Gefühlswelt deines Angehörigen zu machen.

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Kommentare


Paul 11. Oktober 2018 um 21:31

Guten Tag, ihre Artikel sind hervorragend. Ich sehe mich in vielen Punkten bestätigt. Meine Frau sagt zu mir
immer, ich sei Gefühlskalt und ……. Bin 72 Jahre alt und sind jetzt von Bekannten auf ihre Seite aufmerksam gemacht
worden.Wir sind jetzt 38 Jahre verheiratet und stehen kurz vor dem Aus. Wenn ich jetzt eine Therapie machen möchte, kann ich mir den Weg über den Psychotherapeuten sparen (um einen Termin zu bekommen vergeht wohl einige Zeit) und direkt in eine Klinik zu kommen. Ist es überhaupt noch ratsam in meinem Alter eine Behandlung zu machen.
Gibt es eine Liste mit Kliniken ?

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